Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2030+ will „Wirtschaft stärken. Zukunft sichern.“

St. Pölten (OTS) – Rund 200 Personen – Unternehmerinnen und
Unternehmer, Forscherinnen
und Forscher, aus Interessensvertretungen, aus der Verwaltung und
Studierende – haben sich in die Erarbeitung der neuen
Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2030+ unter dem Motto
„Wirtschaft stärken. Zukunft sichern“ eingebracht. Am gestrigen
Dienstagabend wurde sie im Zuge einer Präsentation in der
Spitzenfabrik in St. Pölten vorgestellt.

„Unsere Wirtschaft sichert und schafft Arbeitsplätze, sorgt für
Wertschöpfung und treibt die Innovation voran“, betonte
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner dabei in ihrem Statement. Auch
wenn man sich in herausfordernden Zeiten befinde, gebe es durchaus
positive Signale: „Für heuer wird uns ein Wirtschaftswachstum von
rund 1,2 Prozent prognostiziert.“ In Niederösterreich sei man bereits
„in vielen Bereichen Weltklasse“, zeigte sich Mikl-Leitner überzeugt:
„Wir sind ein starkes Wirtschaftsland, Unternehmerland,
Forschungsland und Innovationsland.“ Seitens des Landes wolle man
auch in Zukunft die optimalen Rahmenbedingungen bieten: „Daher
investieren wir in die Infrastruktur, in die Digitalisierung und
Künstliche Intelligenz, wir bauen Bürokratie ab und setzen auf
Forschung.“

Mit der neuen Wirtschaftsstrategie 2030+ habe man sich drei
konkrete Ziele gesetzt, erläuterte die Landeshauptfrau weiters.
Erstens wolle man „Niederösterreichs Wettbewerbsfähigkeit stärken“,
das Ziel sei die Produktivität zu steigern durch Digitalisierung,
Automatisierung sowie durch weniger Bürokratie und noch schnellere
Verfahren. Zweitens gehe es darum, „das wirtschaftliche Fundament zu
stärken“. So wolle man Industrie, Gewerbe, Handwerk, Leitbetriebe,
Familienbetriebe, bestehende Unternehmen und Neugründungen
unterstützen – mit Investitionsförderungen, Haftungen,
Gründerberatung oder auch bei der Erschließung neuer Märkte. Drittens
gehe es darum, „Innovation und Forschung voranzutreiben“, sagte sie.
Ein besonderes Augenmerk liege hier auch auf neuen Branchen und
Märkten wie der Weltraumwirtschaft, der Bahntechnologie, der
Kreislaufwirtschaft oder der Gesundheitswirtschaft.

„Klare Rahmenbedingungen sind für uns in der Wirtschaft ganz
wichtig“, betonte der Präsident der Wirtschaftskammer
Niederösterreich, Wolfgang Ecker, im Interview. Das Papier sei „sehr
breit aufgestellt“, bei der Umsetzung werden nun „alle an einem
Strang ziehen“, zeigte er sich überzeugt.

Die Industrie sei ein wesentlicher Faktor für Wohlstand und
soziale Absicherung, hielt der Präsident der niederösterreichischen
Industriellenvereinigung, Kari Ochsner, fest. Die
Industriellenvereinigung sehe sich als Partner des Landes und der
Wirtschaftskammer, betonte er.

Weiters kamen im Zuge der Präsentation in der Spitzenfabrik in
St. Pölten die Unternehmerin Petra Schinnerl sowie der Unternehmer
Lukas Fürst zu Wort. Schinnerl forderte u. a. dazu auf, beim Abbau
der Bürokratie „den Hebel umzulegen“, Fürst betonte in seinem
Statement auch den „Faktor Mensch“.

Eine wesentliche Rolle bei der Erarbeitung der
Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2030+ nahm auch der Fachbeirat
Zukunft.Wirtschaft.Niederösterreich, bestehend aus Daniela Knieling,
Daniel Varro, Alexandra Mazak-Huemer, Martin Greimel, Sepp Hochreiter
und dem Vorsitzenden Christian Helmenstein, ein. Niederösterreich
sollte als Standort im Wettbewerb mit den anderen Regionen Europas
vor allem auch auf besondere Nischen setzen, meinte Helmenstein, für
Niederösterreich sei das Gütesiegel „Qualität made in Lower Austria“
eine ganz besondere Tugend. Als besonders zukunftsträchtige Nischen
bezeichnete er etwa Bereiche wie Digitalisierung, smarte Vitalität,
Kreislaufwirtschaft oder Mobilitätstechnologie.

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