Wien/Vösendorf (OTS) – Der erst neun Monate alte grau-weiße
Maine-Coon-Kater Paul kämpft
weiterhin um sein Leben. Nach einer schweren Darmerkrankung musste
das junge Tier bereits mehrfach notoperiert werden. Erst heute wurde
ein weiterer chirurgischer Eingriff notwendig. Ob Paul überlebt, ist
weiterhin ungewiss. Tierschutz Austria, der Wiener Tierschutzverein,
bittet angesichts der aufwendigen und kostenintensiven Behandlung um
Unterstützung.
„ Paul ist ein Kämpfer. Er will leben. Trotz allem, was er
durchmachen musste, gibt er nicht auf. Genau deshalb kämpfen wir
weiter mit ihm – auch wenn wir heute noch nicht wissen, wie diese
Geschichte endet. “
Martin Aschauer, Sprecher von Tierschutz Austria
Paul litt an einer sogenannten Darminvagination – einer akuten
Erkrankung, bei der sich ein Abschnitt des Darms teleskopartig in
einen anderen schiebt. Dabei wird die Blutversorgung unterbrochen,
was innerhalb kurzer Zeit zum Absterben von Gewebe führen kann.
Besonders junge Katzen sowie große Rassen wie Maine Coons sind von
dieser lebensbedrohlichen Komplikation betroffen.
In einer Wiener Tierklinik mussten bereits abgestorbene Darmteile
entfernt und die noch gesunden Darmabschnitte wieder miteinander
verbunden werden. Trotz zunächst erfolgreicher Eingriffe blieb Pauls
Zustand kritisch. Der Darm reagiert in solchen Fällen äußerst
empfindlich auf Entzündungen, Infektionen und Durchblutungsstörungen
– der weitere Verlauf ist oft lange nicht vorhersehbar.
Nach der ersten Operation verschlechterte sich Pauls Zustand
dramatisch. Um sein Leben zu retten, waren intensivmedizinische
Maßnahmen notwendig. Der Kater erhielt unter anderem eine
Nasenschlundsonde zur Ernährung, eine Blutplasmatransfusion sowie
einen zentralen Venenkatheter zur Verabreichung von Medikamenten,
Infusionen und Schmerzmitteln sowie für engmaschige Blutkontrollen.
Zwar dürfte die kritischste Phase der Darmheilung
zwischenzeitlich überstanden sein, doch kam es in weiterer Folge zu
schweren Problemen bei der Wundheilung. Abgestorbenes Gewebe musste
entfernt werden, weshalb heute erneut operiert werden musste. Zur
Unterstützung des Heilungsprozesses wird Paul aktuell mit einem
sogenannten VAC-System behandelt – einer auch aus der Humanmedizin
bekannten Unterdrucktherapie.
Inzwischen zeigt Paul vorsichtige positive Entwicklungen. Er
frisst wieder selbstständig, reagiert auf Zuwendung und ist seit zwei
Tagen fieberfrei. Dennoch bleibt sein Zustand fragil. Ob der jüngste
Eingriff den entscheidenden Durchbruch bringt, lässt sich derzeit
nicht sagen.
Die medizinische Versorgung von Paul kostet bereits rund 4.500
Euro – Tendenz steigend. Sobald sein Zustand stabil genug ist, soll
er ins Tierschutzhaus Vösendorf übersiedeln, wo er weiter betreut
wird, bis er sich vollständig erholt hat. Erst danach kann mit der
Suche nach neuen Tierbesitzer:innen begonnen werden. Wann dieser
Zeitpunkt erreicht sein wird, ist derzeit offen.
Spenden helfen nicht nur Paul, sondern auch vielen weiteren
sogenannten „Not-Fellen“, die jedes Jahr mit lebensbedrohlichen
Erkrankungen oder schweren Verletzungen von Tierschutz Austria
behandelt werden. Damit diese Tiere eine Chance auf das Wunder Leben
haben, ist Tierschutz Austria auf Unterstützung angewiesen.
Spenden für „Weihnachtswunder Paul“:
www.tierschutz-austria.at/notfelle
Stichwort: Weihnachtswunder Paul
Fotos (honorarfrei)
Katze Paul


