Wien (OTS) – „ Studierende müssen seit Jahren zusehen, wie sich die
Teuerung in
alle Bereiche des Lebens frisst. Wir brauchen dringend eine
Kehrtwende in der Hochschulpolitik: ein Stopp des Sparens auf dem
Rücken der Studierenden und der Hochschulen und stattdessen endlich
mehr Geld für Investitionen in unsere Zukunft! !“, betont Selina
Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitzteam.
Bei der heutigen Pressekonferenz an der Universität Wien
präsentierte das Vorsitzteam der ÖH einen Forderungskatalog an die
Bundesregierung. Neben dem langfristigen Ziel einer Ausfinanzierung
der Hochschulen bei 2,5 % des Bruttoinlandsprodukts werden auch
entlastende Sofortmaßnahmen eingefordert:
Investitionen in leistbares Studieren
Zur Abfederung des finanziellen und sozialen Drucks auf Studierende
braucht es Sofortinvestitionen und ein breites Maßnahmenpaket. Dieses
muss verschiedene Lebensbereiche der Studierenden umfassen:
– Beihilfen: Stärkung existierender Beihilfen, insbesondere der
Studienbeihilfe, und Ausweitung des Bezieher_innenkreises, um zu
verhindern, dass immer mehr Studierende in die Armut abrutschen.
– Öffentlicher Verkehr: Kostenloser öffentlicher Verkehr für alle
Studierenden
– Leistbares Wohnen: Schnellstmögliche Budgetierung und Umsetzung der
staatlichen Studierendenheimförderung, mehr öffentliche und
geförderte Wohneinheiten für Studierende und eine zentralisierte und
ausfinanzierte Wohnbeihilfe.
– Mensen: Staatliche Eingriffe bei den Lebensmittelpreisen sowie
gezielte Unterstützungsmaßnahmen und deutliche Preisreduktionen bei
den Mensen. Ein warmes Mittagessen darf nicht mehr als 3 Ꞓ für ein
Mensa-Menü kosten.
„ Studieren darf kein Luxus sein. Investitionen in gute
Studienbedingungen stärken nicht nur die individuelle Bildung,
sondern auch das gemeinsame Fundament unserer Gesellschaft “, ergänzt
Viktoria Kudrna.
Ausfinanzierung der Hochschulen: 2,5 % des BIP für Bildung
Neben der entlastenden Sofortmaßnahmen fordert die ÖH eine
strukturelle Absicherung mit mindestens 2,5 % des BIP für die
Hochschulen. Das bedeutet eine Verdoppelung der Mittel und schafft
die Grundlage für qualitative Lehre und Forschung, klimaneutrale
Hochschulentwicklung, die Unabhängigkeit der Hochschulen von
Drittmittelfinanzierung und einen freien und offenen Hochschulzugang.
Forderungen im Namen von 370.000 Studierenden
Die Statistik Austria vermeldet für das Studienjahr 2024/25 einen
Anstieg der Studierendenzahl um 1,5 %. „ Rekordzahlen dürfen nicht
darüber hinwegtäuschen, dass es an ausreichend Studienplätzen,
Lehrpersonal und Infrastruktur fehlt. Es braucht mehr Geld für
Studierende und die Hochschulen, damit soziale Gerechtigkeit kein
Schlagwort bleibt, sondern Realität wird. Die Interessen der rund
370.000 Studierenden in Österreich müssen von der Politik
ernstgenommen werden “, betont Umut Ovat abschließend.
Fotos der Pressekonferenz können unter diesem Link
heruntergeladen werden.


