Sinkende Apotheken-Erträge 2025 geben Anlass zur Sorge

Wien (OTS) – –

Apotheken-Verkaufszahlen schon drei Jahre unter der Inflation und
somit unter Niveau von 2023

Bedrohung für Apotheken durch rasant wachsende Umsatz-Kosten-
Schere

2025 wieder Ertragseinbußen – und kein Ende in Sicht

Seit Jahren leiden die österreichischen Apotheken an spürbaren
„Erkältungssymptomen“, und für 2026 warnt Mag. Martin R. Geisler ,
Generalsekretär der ApoLife Apothekengruppe, vor einer noch größeren
Dramatik: „Wenn man sich die soeben erhobenen Verkaufszahlen unserer
115 Apotheken in ganz Österreich ansieht, kann man nicht anders als
sich um die Zukunft der Apotheken in unserem Land zu sorgen. Es ist,
als würden die Apotheken an einem chronischen Schnupfen leiden. Und
die Umsatz-Kosten-Schere geht immer weiter auf – und das bei
weiterhin gedämpfter Kaufkraft in unserem Land.“

Was steckt hinter diesem unerfreulichen Szenario?

Das gesamte Umsatzvolumen der ApoLife Apotheken legte im
Gesamtjahr 2025 nur um 3,2% zu. Angesichts einer Inflationsrate von
rund um die 4% ergibt dies eine wertmäßige Abwärtsentwicklung – und
das nach 2024 bereits ein drittes Jahr in Folge. Damit liegen die
inflationsbereinigten Umsätze bereits unter dem Niveau von 2023. „Wir
sind eine Branche im Rückschritt“, so Martin R. Geisler.

Gerade bei einigen volumsmäßig besonders wichtigen Produktgruppen
ist die Abwärtsentwicklung besonders deutlich – und hat somit auch
besonders stark negativen Impact. Das betrifft etwa die Husten- und
Erkältungsmittel (nominell nur +1,3% Umsatz) und Haut- und
Schleimhautmittel (nominell +2,28%). Sogar nominell negativ
entwickelten sich etwa Tonika und immunologische Produkte mit -3,28%
oder Mittel zur Gewichtsabnahme und Schlankheitsmittel mit zusammen –
6%.´

Wertmäßige Zuwächse über der Inflationsrate gab es fast nur bei
insgesamt weniger umsatzstarken Produktgruppen wie Mittel zur Mund-
und Zahnbehandlung (+9,1%) oder Entwöhnungsmitteln (+9,9%). Diese
Zuwächse fallen allerdings aufgrund der geringeren Ausgangsbasis kaum
ins Gewicht.

Martin R. Geislers Resümee: „Die Zeiten, in denen eine Apotheke
als ‚Goldgrube‘ galt, sind lange vorbei. Einzelne Insolvenzen und der
Alltag in vielen Apotheken zeigen eine ganz andere Realität:
Apotheker:innen kämpfen mit immer höheren Kosten – speziell bei
Personal, Mieten und Energie – bei gleichzeitig sinkenden
Erlöswerten. Dieser Spagat wird sich 2026 absehbar nicht für alle in
der ganzen Branche ausgehen. Wir müssen damit rechnen, dass weitere
Apotheken in die Nähe der Verlustzone rutschen. Auch wenn unsere
Gruppe gut aufgestellt ist, bedeutet diese Perspektive für einen
systemrelevanten Sektor – und seine Kund:innen – eine große
Bedrohung.“

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