Wien (OTS) – Heute, Mittwoch, hat die Statistik Austria den
Inflationswert für
Jänner bestätigt. Wie bereits in der Schnellschätzung angegeben,
liegt die Teuerung im Jänner bei zwei Prozent. „Dass die
Inflationsbelastung endlich deutlich sinkt, ist erfreulich. Die
Menschen haben lange genug unter den ausufernden Preisen gelitten“,
betont der Bundesvorsitzende der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE),
Reinhold Binder.
Nun gelte es, alles daran zu setzen, damit die Inflation
weiterhin niedrig bleibt. Dazu gehört unter anderem, dass das Merit-
Order-System, also der Preisbildungsmechanismus an den europäischen
Strombörsen, reformiert wird. “Die Energiekosten haben die Teuerung
massiv befeuert und die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen
Produktionsstandortes gefährdet. Es darf nie wieder zu so extremen
Preissteigerungen wie in der Vergangenheit kommen, nur weil der Preis
allein durch das teuerste Kraftwerk bestimmt wird. Die
Bundesregierung muss den Druck auf EU-Ebene für eine rasche Reform
weiter erhöhen”, fordert Binder.
Viele Anti-Teuerungsmaßnahmen seien aber bereits umgesetzt
worden, auch auf den Druck der Gewerkschaften hin. Was aber weiterhin
noch fehle, sei eine Preiskommission, die mit Durchgriffsrechten
ausgestattet ist. „Gerade im Lebensmittelhandel haben wir in den
letzten Jahren extreme Preiserhöhungen gesehen, die man nur mehr als
frech bezeichnen kann. Es braucht daher ein starkes Instrument, um
gegen ungerechtfertigte Preiserhöhungen vorzugehen“, betont Binder.
Für den Kampf gegen die Teuerung sei ein langer Atem notwendig,
so Binder. Für die Gewerkschaft zähle nicht nur ein Monat mit
niedrigerer Inflation, sondern ob sich die Teuerung auch dauerhaft
einbremse. “Wenn es notwendig ist, müssen weitere Maßnahmen folgen.
Wichtig für Haushalte und Betriebe ist, dass sich die Jahresinflation
in Richtung zwei Prozent einpendelt”, sagt Binder.


