St. Pölten (OTS) – Über das Leistungsangebot im Landesklinikum
Waidhofen an der Ybbs
informierten am heutigen Montag im Rahmen einer Pressekonferenz im
Klinikum unter anderem Landesrat Anton Kasser, die Vorständin der
Landesgesundheitsagentur Elisabeth Bräutigam, der Geschäftsführer der
Gesundheitsregion Mostviertel Martin Kaiser sowie Bürgermeister
Werner Kramer.
„Für das Mostviertel bedeutet der Gesundheitsplan 2040+ vor allem
den Ausbau und die Stärkung bestehender Strukturen sowie eine noch
stärker vernetzte Weiterentwicklung der regionalen
Gesundheitsinfrastruktur“, sagte Kasser, der auch betonte: „Das
heißt, die Landeskliniken Waidhofen an der Ybbs und Amstetten werden
zukünftig gemeinsam geführt, und zwar mit dem Ziel, die Standorte zu
stärken, medizinische Schwerpunkte zu bündeln und das Angebot für die
Menschen in der Region auszubauen. Die Erstversorgung und die
Notfallversorgung bleiben am Klinikstandort Waidhofen gesichert.
Weiters ist das Landesklinikum mit dem Pflegezentrum verbunden, was
österreichweit eine Vorbildfunktion darstellt.“ Passend zu dieser
neuartigen Integration würden ab 2027 mit der Akutgeriatrie und der
Remobilisation wichtige Schwerpunkte an diesem Standort etabliert –
ein Bereich, der angesichts der demografischen Entwicklung eine
enorme Bedeutung hat, weil wir wissen, dass im Jahr 2040 rund eine
halbe Million Menschen in Niederösterreich über 65 Jahre alt sein
werden. „Mit der neuen Akutgeriatrie und der Remobilisation schaffen
wir genau dafür die passenden Strukturen, damit ältere Menschen
möglichst lange selbstbestimmt zuhause leben können“, so der
Landesrat.
Die Augenheilkunde am Standort Waidhofen an der Ybbs wird zudem
ausgebaut, wozu die Räumlichkeiten vergrößert werden. Die
Augenambulanz wird in das zweite Obergeschoss verlegt – dort werden
zukünftig ein Eingriffsraum sowie eine angeschlossene Bettenstation
und eine neu errichtete perioperative Behandlungseinheit (POBE) für
Vor- und Nachbehandlungen verfügbar sein. „Durch die Ausweitung der
operativen Tätigkeit ist mit einer Steigerung der Eingriffe von
derzeit 1.700 auf zukünftig 2.500 im Jahr zu rechnen. Für diese
Maßnahmen werden rund 3,9 Millionen Euro in den Standort investiert“,
sprach Kasser einen weiteren Aspekt an.
Landesgesundheitsagentur-Vorständin Elisabeth Bräutigam führte
aus: „Am Standort Waidhofen an der Ybbs wird um- und ausgebaut. Das
Ziel ist, eine abgestufte, wohnortnahe Versorgung zu gewährleisten.
An diesem Standort werden weiterhin unter anderem Grundversorgung und
Erstversorgung sowie Nephrologie und Augenheilkunde geboten. In
Spitalsverbünden wird hier in dieser Region und in ganz
Niederösterreich mittlerweile gearbeitet, um die Ressourcen zu
bündeln und zu stärken und allen Patientinnen und Patienten im Land
einen Zugang zur Spitzenmedizin zu bieten.“
Gesundheitsregion-Mostviertel-Geschäftsführer Martin Kaiser
meinte: „2027 wird hier am Standort Waidhofen mit dem Aufbau der
Akutgeriatrie im dritten Stock begonnen, und parallel dazu starten
die Baumaßnahmen im zweiten Stock für die Augenheilkunde.“
Bürgermeister Werner Kramer sagte: „Seit heute herrscht Klarheit:
Das Krankenhaus Waidhofen hat aufgrund einer umfassenden
Spezialisierung eine große Zukunft vor sich. Diese Projekte sind ein
Meilenstein für dieses Haus, weil hier ein Gesundheitscluster
entsteht. Rund 1.200 Arbeitskräfte sind im Raum Waidhofen an der Ybbs
im Gesundheitsbereich beschäftigt.“
Nähere Informationen beim Medienservice der NÖ
Landesgesundheitsagentur unter E-Mail [email protected] , bzw.
beim Büro LR Anton Kasser unter 0676/81212345, Jan Teubl, und E-Mail
[email protected]

