Wien (OTS) – KORREKTUR-HINWEIS
In der OTS0054 muss es im zweiten Absatz heißen „Dort gingen
innerhalb dieser 72 Stunden 4.349 Notrufe ein (nicht 3.900).
Nicht nur die Wiener*innen selbst sondern auch die
Wiener
Rettungsdienste waren in den vergangenen zwei Wochen außerordentlich
gefordert. Bereits zu Beginn der Hitzewelle Mitte Juni stiegen die
Einsätze an und das hohe Niveau blieb zwei Wochen lang unverändert.
Seit Montag wurden sogar die drei einsatzstärksten Tage, die die
Berufsrettung Wien jemals hatte, verzeichnet. Von Montagfrüh bis
Donnerstagfrüh rückten die Rettungsteams insgesamt 3.975 Mal aus. Der
Tagesrekord wurde von Montag auf Dienstag gebrochen – mit 1.398
Einsätzen. Zum Vergleich: Durchschnittlich verzeichnet die
Berufsrettung Wien täglich 900 bis 1.000 Alarmierungen.
Das Einsatzaufkommen wurde über die Wiener Rettungsleitstelle –
in der alle Notrufe unter 144 eingehen – disponiert. Dort gingen
innerhalb dieser 72 Stunden 4.349 Notrufe ein. Das hohe
Einsatzaufkommen konnte nur in der bewohnt guten Zusammenarbeit
zwischen der Berufsrettung Wien und den privaten
Rettungsorganisationen Samariterbund Wien, Wiener Rotes Kreuz ,
Johanniter, Sozialmedizinischer Dienst und Malteser Hospitaldienst
bewältigt werden. „Mein Dank gilt den Mitarbeiter*innen der
Berufsrettung Wien sowie den Kolleg*innen der Rettungsorganisation
für ihren Einsatz unter diesen extremen Bedingungen“, so Prof. Dr.
Rainer Gottwald, Leiter der Berufsrettung Wien.
Zu den temperaturbedingten Einsätzen zählten vorwiegend
Kreislaufprobleme, Kreislaufkollaps, Überhitzung sowie Herz-Kreislauf
-Stillstände.
Gerade in solchen Ausnahmesituationen wie der derzeitigen
Hitzewelle zeigt sich, wie wichtig eine funktionierende
Notfallversorgung für die Bevölkerung ist. Die Rettungsteams sind
täglich für die Wiener Bevölkerung da und können auch
außerordentliche Belastungen über einen längeren Zeitraum bewältigen.
Ein derart stabiles und verlässliches System in einer Millionenstadt
benötigt auch finanzielle Ressourcen. Dies sollte die ÖGK auch in den
derzeit laufenden Tarifverhandlungen für 2026 berücksichtigen. Die
ÖGK bietet weiterhin nur eine Abgeltung weit unter der Inflation an,
was für die Rettungsdienste in der Bundeshauptstadt die Kostendeckung
erschweren wird und es in Zukunft zu Leistungseinschränkungen kommen
könnte.

