Innovationsminister Hanke: CHAMP-ION startet in die Umsetzung

Wien (OTS) – CHAMP-ION beginnt 2026 unter der Leitung der Silicon
Austria Labs (
SAL) seine Umsetzungsphase als Europas erste Pilotinitiative zur
industriellen Herstellung von Ionenfallen-Chips. Österreich leistet
einen überdurchschnittlichen Beitrag zu diesem Vorhaben: Nationale
Partner erhalten mehr als 30 Mio. Euro an Fördermitteln, um
Fertigungskapazitäten auszubauen, neue Ausbildungsprogramme zu
entwickeln und offene Servicestrukturen aufzubauen. Damit sichert
sich das Land eine Schlüsselrolle beim Zugang zu einer Technologie
von strategischer Bedeutung für Europas digitale und technologische
Souveränität.

Während der EU Chips Act zur Umsetzung kommt, startet das
europäische Projektkonsortium aus 21 Organisationen eine Pilotlinie
für Quantenchips und setzt damit den strategischen Rahmen in konkrete
Maßnahmen um.

Österreich prägt Europas Zukunft in den Quantentechnologien

“Erst vergangene Woche haben wir die Industriestrategie 2035
präsentiert. Herzstück dieser ist die Definition und gezielte
Förderung von Schlüsseltechnologien und Stärkefeldern, in denen
Österreich das Zeug zur Weltspitze hat. Dazu zählt auch der Bereich
der Quantentechnologie und der Chips. Umso mehr freut mich,
informieren zu dürfen, dass der Startschuss für Europas erste
Ionenfallen-Chip-Pilotlinie unter dem EU Chips Act unter der Leitung
der Silicon Austria Labs gefallen ist. Ein weiteres Beispiel wie
Österreich Europas Zukunft in den Quantentechnologien mitprägt” ,
betont Innovationsminister Peter Hanke.

In den ersten drei Jahren wird Österreichs Beitrag vorrangig zum
Aufbau industrietauglicher Fertigungskapazitäten sowie zur
Validierung weiterentwickelter Ionenfallen-Chip-Designs eingesetzt.
Damit schafft Österreich jene Grundlagen, die für den Anschluss
heimischer Unternehmen an ein Zukunftsfeld mit hohem wirtschaftlichem
Potenzial entscheidend sind.

“Der EU Chips Act schafft die Voraussetzungen, um Europas
technologische Handlungsfähigkeit im Halbleiterbereich nachhaltig zu
stärken. Gemeinsam mit den Silicon Austria Labs als starkem
Umsetzungspartner übersetzt die FFG diese europäischen Zielsetzungen
in konkrete Projekte und öffnet über Pilot- und Fertigungsstrukturen
den industriellen Zugang zu Quantentechnologien” , sagt Karin Tausz,
Geschäftsführerin der Österreichischen
Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

Ein wichtiger Schritt der kommenden Phase ist die Einführung
neuer Open-Access-Modelle, darunter Process Design Kits (PDKs) sowie
professionell koordinierte Fertigungszugänge. “Diese Werkzeuge
erleichtern den Eintritt in die Ionenfallen-Chip-Technologie
erheblich und schaffen wichtige Grundlagen, damit österreichische und
europäische Unternehmen frühzeitig Know-how aufbauen können” , sagt
Mohssen Moridi, Senior Executive Director bei SAL.

Mit einem Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro, kofinanziert durch
das Chips Joint Undertaking der Europäischen Union und die
teilnehmenden Mitgliedstaaten, schafft CHAMP-ION eine zentrale
Plattform für die Entwicklung eines widerstandsfähigen europäischen
Quanten-Ökosystems. Österreich gestaltet diese Entwicklung nicht nur
mit – es zählt zu den treibenden Kräften, die Europas technologische
Souveränität im Bereich der Quantentechnologien maßgeblich
voranbringen.

Über Silicon Austria Labs (SAL)

Die Silicon Austria Labs GmbH (SAL) wurde 2018 als
bundesländerübergreifendes, außeruniversitäres
Spitzenforschungszentrum im Bereich der elektronik- und
softwarebasierten Systeme (ESBS) gegründet. An den Standorten Graz,
Villach und Linz wird an Schlüsseltechnologien in den Bereichen
Microsystems, Sensor Systems, Power Electronics, Intelligent Wireless
Systems und Embedded Systems geforscht. SAL bringt dabei wesentliche
Akteure aus Industrie und Wissenschaft und damit wertvolle Expertise
und Know-how zusammen und betreibt kooperative, anwendungsorientierte
Forschung entlang der Wertschöpfungskette. Ziel ist es, den
Wertschöpfungsprozess von der Idee zur Innovation zu beschleunigen –
mit exzellenter Forschung und wirtschaftlichem Nutzen.
Eigentümerinnen sind die Republik (50,1%), die Länder Steiermark und
Kärnten (je 10%), das Land Oberösterreich (4,95%) und der Fachverband
für Elektro- und Elektronikindustrie (24,95%).

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