Industrie: Pensionsdebatte offen und ehrlich führen – Weg für Zukunftsinvestitionen freimachen

Wien (OTS) – Die Industriellenvereinigung (IV) spricht sich
angesichts der
aktuellen Debatte weiter für eine offene, sachliche und tabufreie
Diskussion über die Zukunft des Pensionssystems aus. „Wir begrüßen
die Schritte zur Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters bei
Korridor- und Teilpension, die bisher gesetzt wurden, diese machen
jedoch noch keine generationengerechte Pensionsreform. Die Realität
ist: Das faktische Pensionsantrittsalter hängt wesentlich mit den
gesetzlichen Rahmenbedingungen zusammen, deshalb werden wir um eine
Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters nicht herumkommen“,
erklärt die Industriellenvereinigung.

Aktuelle Daten des AMS zeigen, dass die Anhebung des gesetzlichen
Pensionsantrittsalters für Frauen auch das faktische Antrittsalter
erhöhte. Ebenso zeigen Zahlen der Statistik Austria, dass 82 Prozent
der neuen Pensionistinnen und Pensionisten als Hauptgrund für die
Alterspension anführen, dass schlicht die gesetzlichen
Voraussetzungen erfüllt waren. „Die Anpassung der gesetzlichen
Grundlagen für die frühzeitige bzw. reguläre Alterspension ist damit
eine wesentliche und effektive Stellschraube – das zeigen uns die
Fakten: 68 muss das neue 65 sein“, so die Industriellenvereinigung.

„Es braucht eine nachhaltige und generationengerechte
Pensionspolitik. Maßnahmen müssen jetzt gesetzt werden, um das
Pensionssystem auch für die nächsten Generationen abzusichern“,
appelliert die Industriellenvereinigung. Zudem macht eine
tiefgreifende Pensionsreform Spielräume für wichtige
Zukunftsinvestitionen in Standortpolitik, Bildung und Innovation
frei, die wesentlich dazu beitragen können, die Wirtschaft und
Wettbewerbsfähigkeit anzukurbeln. „Steigende Pensionsausgaben
konsumieren Wirtschaftsleistung, während sinkende Pensionsausgaben
Potenziale freisetzen können“, so die Industriellenvereinigung
abschließend.

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