Grüne Wien/Wirnsberger: Missbrauch des Bio-Siegels schadet Konsument:innen und ehrlichen Produzent:innen

Wien (OTS) – „Wenn eines der größten städtischen Weingüter Flächen
konventionell
bewirtschaftet, während es sich als Bio-Vorzeigebetrieb präsentiert,
dann ist das nicht nur ein Imageschaden für das Weingut Cobenzl,
sondern auch ein Vertrauensverlust in die gesamte Bio-
Zertifizierung“, reagiert Tina Wirnsberger, Umwelt- und
Ernährungssprecherin der Grünen Wien, auf die aktuellen
Medienberichte rund um das Weingut Cobenzl. „Immer mehr Wiener:innen
entscheiden sich bewusst für nachhaltig und ökologisch produzierte
Lebensmittel. Das Bio-Zertifikat ist für viele dabei ein zentraler
Kompass für die Kaufentscheidung. Wenn dieser Kompass beschädigt
wird, schadet das allen – den Konsument:innen genauso wie den vielen
Bio-Betrieben, die mit Überzeugung und großer Sorgfalt arbeiten“,
hält Wirnsberger fest.

Rasche Aufklärung und volle Transparenz

Besonders kritisch sieht Wirnsberger, dass laut Medienrecherchen
im Handel Bio-Weine des Jahrgangs 2024 aufgetaucht sind, obwohl nach
Angaben der MA 49 rund 30 Hektar konventionell bewirtschaftet wurden.
„Wie konnte das in einem Betrieb unter städtischer Verantwortung
überhaupt passieren?“, so Wirnsberger.
Die Grünen fordern rasche und transparente Aufklärung. „Die
Verantwortung liegt hier nicht nur beim Weingut selbst, sondern auch
bei der Stadt als Eigentümerin. Es braucht rasche Aufklärung,
vollständige Transparenz und klare Konsequenzen, damit der gute Ruf
der Wiener Bio-Produzent:innen nicht dauerhaft Schaden nimmt“, so
Wirnsberger und abschließend: „Gerade weil Bio kein Marketing-
Schlagwort, sondern ein konsequent kontrolliertes System mit hohen
Standards ist, müssen Verstöße ernst genommen werden – und dürfen
keinesfalls unter den Teppich gekehrt werden.“

Datenschutzinfo