Wien (OTS) – Anlässlich des heutigen Tages der Alleinerzieher:innen
warnen die
Grünen Wien vor geplanten Kürzungen der Kindermindestsicherung sowie
dem drohenden Aus für den Gratis-Kindergarten. “Besonders
Alleinerzieherinnen und ihre Kinder sind von diesen Maßnahmen
betroffen – und damit jene, die am meisten Unterstützung brauchen”,
so Parteivorsitzende Judith Pühringer.
Wenn die Pläne von Bürgermeister Ludwig umgesetzt werden,
verlieren armutsgefährdete Kinder bis zu 1.000 Euro pro Jahr: „Gerade
Alleinerzieherinnen, die oft in befristeten und zu teuren Wohnungen
leben müssen, würden vom angekündigten Kahlschlag mit voller Härte
getroffen. Je prekärer die Wohnsituation, desto höher die Kürzung –
das ist zynisch und ungerecht“, so Julia Malle, Frauensprecherin der
Grünen Wien.
Bei den Wiener Grünen kritisiert man auch die gebrochenen
Wahlversprechen der SPÖ in Sachen Bekämpfung der Kinderarmut:
„Ausgerechnet bei den Ärmsten fängt die Stadtregierung nun an zu
kürzen – das ist nicht nur sozialpolitisch verantwortungslos, sondern
ein offener Wortbruch gegenüber den Betroffenen“, so Pühringer.
Die Grünen appellieren an die SPÖ, ihren sozialen Kompass
wiederzufinden und warnen davor, dass auch der Gratis-Kindergarten in
Wien in Zukunft Geschichte sein könnte. „Dass Rot und Pink im letzten
Sondergemeinderat gegen ein Bekenntnis zum Gratis-Kindergarten
gestimmt haben, lässt nichts Gutes erahnen“, so Pühringer. „Der
Gratis-Kindergarten entlastet alle Frauen gleichermaßen, fördert die
Erwerbsarbeit und setzt ein klares Signal: Kinderbetreuung ist ein
öffentliches Gut – und nicht ein Privatproblem der Mütter“, so Malle.
Rund 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen, sie stehen
ökonomisch besonders unter Druck. “Umso mehr müssen sich
Alleinerzieher:innen auf eine funktionierende Daseinsvorsorge
verlassen können”, so Pühringer und Malle abschließend.


