Linz (OTS) – Heute, Donnerstag, findet in allen acht Ordensspitälern
Oberösterreichs ein ganztägiger Streik der nicht-ärztlichen
Beschäftigten statt. Parallel zum Streik in den Häusern treffen sich
die Beschäftigten ab 10 Uhr zu einer öffentlichen Streikversammlung
in Linz.
Zurück an den Verhandlungstisch bis 30. Jänner
Auslöser des Streiks sind vier ergebnislose
Kollektivvertragsverhandlungsrunden für rund 10.000 Beschäftigte. Die
Forderungen der Beschäftigten an die Arbeitgeber: Ein Angebot, das
die Teuerung ausgleicht, eine schrittweise Arbeitszeitverkürzung
sowie konkrete Maßnahmen gegen die massive Arbeitsbelastung. „Der
heutige Streik ist die Konsequenz eines monatelangen Stillstands in
den Verhandlungen“, erklärt Martina Reischenböck, Verhandlerin der
Gewerkschaft vida. „Gleichzeitig halten wir fest: Wir wollen
verhandeln – und zwar ernsthaft.“
Die Gewerkschaft vida fordert die Arbeitgeber schriftlich zu
einer fünften Verhandlungsrunde auf, um gemeinsam und konstruktiv an
einer Lösung zu arbeiten. Eine Rückmeldung wird bis Montag, 26.
Jänner, erwartet. Ziel ist es, bis spätestens Ende Jänner erneut an
den Verhandlungstisch zurückzukehren und möglichst zeitnah zu einem
fairen und tragfähigen Ergebnis zu gelangen.
Gesundheitsversorgung gesichert
In allen Häusern sind am 22. Jänner Streikleitungen eingerichtet,
die Beschäftigten wurden umfassend informiert. Das Wohl der
Patient:innen hat oberste Priorität. Der Streik wurde bewusst
frühzeitig angekündigt, um geordnete Abläufe zu ermöglichen und
Notdienstvereinbarungen für alle Berufsgruppen sicherzustellen. Die
Versorgung von Notfällen sowie der stationären Patient:innen ist
jederzeit gewährleistet. Etwaige Verschiebungen oder Absagen von
Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffen wurden von den
Krankenhausleitungen kommuniziert.
„Dieser Streik ist kein Selbstzweck. Er macht sichtbar, wie
belastend der Normalzustand im Krankenhaus längst geworden ist“,
betont Reischenböck. „Gute Arbeitsbedingungen sind die Grundlage für
eine sichere und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung.“
Auch die Landespolitik steht in der Verantwortung: „Die
dauerhafte Überlastung im Gesundheitswesen ist ein strukturelles
Problem. Es braucht eine ausreichende Finanzierung, klare
Rahmenbedingungen und spürbare Verbesserungen für die Beschäftigten –
sonst wird sich der Personalmangel weiter verschärfen“, sagt
Reischenböck abschließend.


