Wien (OTS) – „Was hier durch die Aufdecker-Plattform ‚Fass ohne
Boden‘ an die
Öffentlichkeit gelangt ist, ist zutiefst verstörend“, kommentierte
heute FPÖ-Klubobmann-Stellvertreterin und Außenpolitik-Sprecherin
NAbg. Susanne Fürst die Affäre im Außenministerium. Ein
Spitzendiplomat soll ein „Doppelleben“ geführt und neben seinem Job
als Botschafter abstoßende sadomasochistische Aktivitäten ausgelebt
haben. Mit der Abberufung des Beamten sei die Angelegenheit aber
nicht erledigt, betonte Fürst: „Der Mann ist kein ‚kleines Rädchen am
Wagen‘, sondern seit Jahrzehnten in zentralen Funktionen tätig – etwa
auch als Kabinettschef im Bundeskanzleramt sowie im Außenministerium.
Er ist eine Größe innerhalb der ÖVP-Familie. Die Öffentlichkeit hat
deshalb volle Aufklärung verdient.“
Wie Medienberichten zu entnehmen ist, soll der Diplomat auch im
Internet in einschlägigen Blogs seine sexuellen Vorlieben ausgelebt
haben. „Wurde hier auch Infrastruktur der Republik dafür verwendet
wie beispielsweise Computer, Laptops, Tablets oder andere Geräte?
Fanden diese Umtriebe innerhalb der Dienstzeit statt? Auf all diese
Fragen erwarten wir Antworten von Neos-Außenministerin Meinl-
Reisinger“, so FPÖ-Außenpolitiksprecherin NAbg. Susanne Fürst, die
sich auch entsetzt darüber zeigte, dass Frauen vom Spitzendiplomaten
in seinen Beiträgen als „Fleisch“ bezeichnet worden sein sollen.
Fürst: „Es ist mir unerklärlich, wie jemand mit einer derartigen
Einstellung Karriere machen kann, die ihn in die mächtigsten Jobs des
Landes führen. Die Personalauswahl der ÖVP war auch schon einmal
besser.“