Ex-„Money Maker“ Alexander Rüdiger: „Mein Haus hat mich krank gemacht, mein Leben wurde mir gestohlen!“

Salzburg/Wals (OTS) – Der ehemalige Moderator der
ORF-Unterhaltungsshow „Money Maker“
leidet seit zehn Jahren an der Nervenkrankheit Parkinson, immer
wieder hat Alexander Rüdiger Schübe.

„Was natürlich das Arbeiten sehr schwierig macht. Du weißt nie,
wann funktionierst du. Es beginnt dann die Hand zu zittern, es
beginnt der Fuß zu zittern, du bist extrem schwach. Du schaffst es,
wenn es ganz, ganz stark ist, oft gerade noch aufs WC, du liegst zu
Hause im Bett, also es ist unkalkulierbar. Da geht im Endeffekt fast
gar nichts“, so Rüdiger.

An guten Tagen kann er noch moderieren, an schlechten ist
arbeiten für ihn nicht mehr möglich. Er ist sich sicher: Sein
Elternhaus hat ihn krank gemacht. Als das Haus gebaut wird, streicht
er es gemeinsam mit seinem Vater mit Holzschutzmitteln ein, innen und
außen. Ein Giftcocktail aus Lindan und Pentachlorphenol – kurz PCP.
Die Umweltgifte waren in den 1960er, 70er und 80er Jahren in den
Holzschutzlasuren Xylamon und Xyladecor enthalten. Auch heute noch
sind die Substanzen im Haus nachweisbar, die Grenzwerte stark
überschritten.

„Was wäre nicht alles möglich gewesen, wenn ich nicht mit dieser
Holzschutzlasur in Kontakt gekommen wäre. Ich behaupte, es ist – auch
wenn ich viel aus meinem Leben gemacht habe – trotzdem ein
gestohlenes Leben. Natürlich ist viel Wut dahinter“, erzählt der
ehemalige Moderator von „Money Maker“.

Kein Einzelfall. Umweltaktivist Karl-Jürgen Prull schätzt, dass
in Österreich mehr als 500.000 Häuser zwischen 1956 und 1989 mit
chemischen Holzschutzlasuren eingestrichen wurden. Auch wenn die
Giftstoffe wegen ihrer Gefährlichkeit mittlerweile verboten sind, so
wirken die damals damit angestrichenen Hölzer bis heute nach. Er
warnt: Viele Menschen, die jetzt ältere Häuser kaufen, wissen das
nicht. Besonders gefährlich wird es, wenn man die Häuser dämmt. Dazu
Prull: „Wenn man vorher nicht prüft, was da in den Häusern an
Schadstoffen drin ist, dann kapselt man die ganzen Schadstoffe ein
wie unter einer Käseglocke.“

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