St. Pölten (OTS) – Eine hochkomplexe Operation wurde im
Universitätsklinikum Krems an
der Klinischen Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten mit
großem Erfolg durchgeführt: Ein Patient mit schwerer subglottischer
Stenose – einer Verengung der Luftröhre direkt unter den
Stimmbändern, die zu Atemnot führt – konnte durch eine
„krikotracheale Resektion“ (chirurgisches Verfahren) nachhaltig
behandelt werden.
„Der Fall unterstreicht eindrucksvoll, wie essenziell
interdisziplinäre Zusammenarbeit, chirurgische Erfahrung und moderne
Medizin für die erfolgreiche Behandlung komplexer Krankheitsbilder
sind und wie Lebensqualität durch spezialisierte Medizin
zurückgewonnen werden kann“, betont der für die Landeskliniken
zuständige Landesrat Anton Kasser. Die subglottische Stenose – eine
narbige Verengung des Kehlkopfs unterhalb der Stimmbänder – des
betroffenen Patienten, Herrn Schmatz, war die Folge einer lang
andauernden Intubation während eines vorausgegangenen
Intensivaufenthalts. Die Narbenbildung im Bereich der Luftröhre
führte zu massiver Atemnot und stark eingeschränkter körperlicher
Belastbarkeit. Zuvor durchgeführte bronchoskopische
Narbendurchtrennungen durch die Klinische Abteilung für Pneumologie
am Universitätsklinikum Krems brachten jeweils nur kurzfristige
Erleichterung, da es immer wieder zu einer erneuten Verengung kam.
Aufgrund des komplexen Krankheitsbildes erfolgte schließlich der
entscheidende Eingriff im Universitätsklinikum Krems: In einer rund
dreistündigen Operation wurden die vernarbten Anteile des Kehlkopfs
sowie betroffene Segmente der Luftröhre vollständig entfernt.
Anschließend wurde die Luftröhre präzise mit den verbliebenen
Anteilen des Kehlkopfs wieder verbunden. „Die krikotracheale
Resektion zählt zu den anspruchsvollsten Eingriffen im Bereich der
Atemwege und erfordert höchste medizinische und pflegerische
Expertise“, erklärt Primar Markus Brunner, Leiter der Klinischen
Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten.
Möglich wurde diese Operation durch die enge interdisziplinäre
Zusammenarbeit der Klinischen Abteilungen für Hals-, Nasen- und
Ohrenkrankheiten, für Anästhesie und Intensivmedizin sowie für
Pneumologie sowie durch die spezialisierte intensiv- und
normalstationäre Nachbetreuung. Der Patient wurde postoperativ zwei
Nächte auf der Intensivstation überwacht und anschließend auf die
Normalstation verlegt. Der postoperative Verlauf war
komplikationslos. Bereits eine Woche nach der Operation konnte der
Patient mit deutlich verbesserter Atmung und guter Stimmqualität
entlassen werden.
„Ich möchte meine tiefe Dankbarkeit gegenüber den behandelnden
Ärztinnen und Ärzten sowie dem Pflegepersonal betonen. Mich hat hier
nicht nur die großartige medizinische und fachlich hervorragende
Pflege beeindruckt, sondern besonders auch die berührende
Menschlichkeit, welche ich in allen Momenten so heilsam erlebt habe“
erklärt Franz Schmatz.
Weitere Informationen: Nicole Karall, MA, Universitätsklinikum
Krems, Telefon +43 676 858 143 1013, E-Mail [email protected] ,
bzw. NÖ Landesgesundheitsagentur, Abteilung Kommunikation, Stefanie
Haslauer-Zischkin, BA, Telefon 2742 9009-10068, E-Mail medienservice@
noe-lga.at, http://www.landesgesundheitsagentur.at/


