Das ORF musikprotokoll 2025 im steirischen herbst auf Ö1

Wien (OTS) – Das ORF musikprotokoll im steirischen herbst rückt von
2. bis 5.
Oktober 2025 unter dem Motto „regel:bruch“ zwei Schwerpunkte ins
Zentrum: das Hinterfragen musikalischer Ordnungen sowie das
Erforschen von Wahrnehmungsformen durch Musik für und von Gehörlosen.
Mitveranstalter Ö1 wird ausführlich berichten: Im Oktober stehen ein
„Kulturjournal“ und ein „Ö1 Klassik-Treffpunkt“ live aus Graz, fünf
Ausgaben von „Sound Art: Zeit-Ton“, zwei „Supernova“ und eine Ausgabe
von „Sound Art: Kunst zum Hören“ im Zeichen des Festivals. Weiters
gastiert das ORF RSO Wien mit drei Uraufführungen in Graz, Ö1 sendet
die Konzertaufzeichnung am 9. Oktober im „Ö1 Konzert“. Alle
Informationen im Detail sind abrufbar unter
https://musikprotokoll.orf.at/ .

Im Rahmen des ORF musikprotokoll spielt das ORF Radio-
Symphonieorchester Wien unter dem Dirigat von Vimbayi Kaziboni am
Freitag, den 3. Oktober (19.30 Uhr) in der Helmut-List-Halle drei
Uraufführungen. Sara Stevanović, Finalistin des Ö1 Talentebörse-
Kompositionspreises 2024, richtet mit „I thought god can be found in
the Danube“ den Blick auf soziale Dimensionen und betrachtet das
Orchester als „sprechenden Körper“. Peter Ablinger hat wenige Monate
vor seinem Tod im April 2025 für das ORF musikprotokoll sein letztes
Orchesterwerk komponiert: „Die Wendel“ verdoppelt das Orchester
elektronisch und setzt auf die Spannung zwischen live gespielten und
manipulierten Klängen, die sich langsam wegdrehen. Die gehörlose
Komponistin Ailís Ní Ríain formt mit „Scarscape“ für das RSO Wien
eine fast greifbare Klangwelt. Ihr Stück lädt das Publikum ein, Musik
visuell und gestisch wahrzunehmen. Ö1 sendet den Konzertmitschnitt am
Donnerstag, den 9. Oktober ab 19.30 Uhr.

Zwtl.: „Ö1 Klassik-Treffpunkt“ und „Kulturjournal“ live aus dem
Graz Museum

2025 wurden zum Thema „affection“ zum CTM Radio Lab 300
Projektvorschläge aus 53 Ländern eingereicht. Eine internationale
Jury hat die zwei Projekte „Sonic Forces“ und „Resonant Resilience“
ausgewählt. „Sound Art: Kunst zum Hören“ (23.03 Uhr) präsentiert am
Donnerstag, den 2. Oktober „Sonic Forces“ von Yara Mekawei: In
Ägypten suchen viele Menschen Zuflucht vor Krieg und Verfolgung. Doch
auch dort ist die Lage angespannt. Religiöse Intoleranz und
patriarchale Strukturen schränken viele Freiheiten ein. Die
Soundkünstlerin Yara Mekawei macht diese Widersprüche hörbar. Das
Werk „Resonant Resilience“ von Lynn Nandar Htoo und Victoria Yam über
das queere Leben in Südostasien ist am Freitag, den 3. Oktober in
„Sound Art: Zeit-Ton“ (23.03 Uhr) zu hören. Geflüchtet aus Myanmar
und bedroht in Malaysia schöpfen die beiden Klangkünstlerinnen Kraft
aus Musik und Klang. Mit traditionellen Volksliedern, Protestgesängen
oder zeitgenössischer Popmusik feiern sie ihre Identitäten und
artikulieren Widerstand gegen politische Unterdrückung.

Live aus dem Graz Museum moderiert Wolfgang Popp am Freitag, den
3. Oktober ab 17.09 Uhr ein verlängertes „Kulturjournal“ mit
Künstler:innen, Performer:innen und anderen Kulturschaffenden als
Gesprächsgästen. Der „Ö1 Klassik-Treffpunkt“ (10.05 Uhr) am Samstag,
den 4. Oktober wird ebenfalls live aus dem Graz Museum gesendet. Zu
Gast bei Elke Tschaikner sind die Schweizer Komponistin Annette
Schmucki, die Librettistin und Regisseurin Jasmin Schädler und
Sibylle Dienesch, Leiterin des Graz Museums. Außerdem sind die
Musiker des renommierten Aleph Gitarrenquartetts mit dabei: Andrés
Hernández Alba, Tillmann Reinbeck, Wolfgang Sehringer und Christian
Wernicke.

Zwtl.: „I Am Your Body“ und „emblemata sonantes.“

Weitere vier Ausgaben von „Sound Art: Zeit-Ton“ (23.03 Uhr)
widmen sich im Oktober dem ORF musikprotokoll. Am Dienstag, den 7.
Oktober werden erste Höhepunkte dieser 58. musikprotokoll-Ausgabe
präsentiert. Das aus Komposition und Performance bestehende Projekt
„zwischen licht und klang – das flüstern der formen“ von Daniel
Lercher und Sabine Maier steht am Freitag, den 10. Oktober im
Mittelpunkt. Am Dienstag, den 14. Oktober sind Beiträge über die neue
Grazer Plattform Bureau Le Fou für experimentelle Musik und das
Projekt „disarming II“ von Emanuel Gollob mit Eva-Maria Kraft und
Gobi Drab zu hören. Musik für sowohl gehörloses und schwerhöriges als
auch hörendes Publikum ist Thema des Projektes „I Am Your Body“ des
spätertaubten Marco Donnarumma am Freitag, den 31. Oktober.

Dem umfangreichen Schaffen des im April 2025 verstorbenen
Komponisten und Musikkonzeptionisten Peter Ablinger widmet sich
„Supernova“ am Sonntag, den 12. Oktober ab 19.45 Uhr. Neben
Mitschnitten aus früheren musikprotokoll-Jahren, in denen Ablinger zu
Gast war, wird es auch akustische Eindrücke dreier Installationen zu
hören geben, die beim musikprotokoll 2025 im Graz Museum zu erleben
waren: „Movement for Brass (Infringement)“ und „weiss/weisslich 27d“,
letztere hat Ablinger Winfried Ritsch gewidmet, der wiederum für
Ablinger „Gesang der Orgel 2b“ geschaffen hat. Komponist Klaus Lang
hat für eine Installation im Park von Schloss Eggenberg dem barocken
Prachtbau ein synästhetisch-musikalisches Denkmal gesetzt: Der
Konzertmitschnitt von „emblemata sonantes.“, gespielt vom Grazer
Ensemble Art House 17, ist in „Supernova“ am Sonntag, den 26. Oktober
ab 19.45 Uhr zu hören. Das Ö1-Programm im Detail ist abrufbar unter
https://oe1.orf.at/ .

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