St. Pölten (OTS) – Die Einsatzbilanz 2025 der Wasserrettung
Niederösterreich
präsentierte heute, Donnerstag, Landesrätin Eva Prischl gemeinsam mit
Markus Schimböck, Präsident der Österreichischen Wasserrettung,
Landesverband NÖ, am Seestützpunkt der Wasserrettung in St. Pölten.
„Der Sommer ist da: Tausende Niederösterreicherinnen und
Niederösterreicher zieht es an Badegewässer, Seen und Flüsse. Was im
ersten Moment unbeschwert wirkt, kann schnell zur Gefahr werden“,
sensibilisiert Landesrätin Eva Prischl im Zuge der Pressekonferenz.
„Wir haben Handlungsbedarf, in Österreich ertrinken durchschnittlich
pro Jahr 42 Menschen, in Niederösterreich haben wir im Vorjahr drei
Tote beklagen müssen.“
Schwimmen zu können, könne laut Prischl lebensrettend und
lebenswichtig sein: „Laut der Studie ,Schwimmkompetenz‘ des
Kuratoriums für Verkehrssicherheit können in Österreich 630.000
Menschen nicht schwimmen. Und fast ein Viertel der Menschen in
Österreich schätzen ihre Schwimmkenntnisse als unsicher ein.“
Besonders bei Kindern und Jugendlichen sei die Situation alarmierend:
„137.000 Kinder zwischen fünf und 19 Jahren können in Österreich
nicht schwimmen. Weitere 76.000 haben nur geringe Schwimmkenntnisse.
Das heißt, jedes sechste Kind in Österreich kann entweder nicht
schwimmen oder nur sehr eingeschränkt.“
Eigenverantwortung und gute Schwimmkenntnisse seien die Basis,
für den Ernstfall brauche es aber die richtigen Organisationen – wie
die Wasserrettung –, die helfen, berichtete Prischl: „Die Bilanz der
Wasserrettung zeigt eindrucksvoll, welche Leistungen 2025 erbracht
wurden: Rund 50.000 ehrenamtliche Stunden und 997 Einsätze wurden
absolviert, ein Plus von nahezu 20 Prozent.“ Für die Landesrätin
zählen Rettungseinsätze auf, im und am Wasser zu den
anspruchsvollsten Einsatzszenarien überhaupt.
Prischl appellierte abschließend in Bezug auf die geltende
Hitzewarnung für Niederösterreich: „Es gilt, ausreichend zu trinken,
direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und auf den eigenen Körper zu
achten. Achten Sie auf sich, aber vielleicht auch auf Ihre Nachbarn,
damit Unfälle oder Hitzekollaps verhindert werden.“ Bei
gesundheitlichen Fragen sei 1450 anzurufen, in akuten Notfällen die
144, über die auch die Wasserrettung alarmiert werde.
Markus Schimböck, Präsident der Österreichischen Wasserrettung,
Landesverband NÖ, sagte, dass mit der beginnenden Badesaison auch das
Risiko von Bade- und Ertrinkungsunfällen steige: „Niederösterreich
zählt seit Jahren zu jenen Bundesländern, die österreichweit die
höchste Zahl an Ertrinkungsopfern verzeichnen. Im langjährigen
Schnitt kommen jährlich rund acht Personen in Niederösterreich durch
Ertrinken ums Leben. Im Jahr 2025 waren es in Österreich genau 39
Personen und davon drei Kinder unter 14 Jahren.“
Viele Familien würden laut Schimböck nicht mehr schwimmen gehen,
weil sie die Möglichkeit gar nicht hätten. Für Gemeinden und Städte
sei es immer schwieriger, sich Freibäder und Hallenbäder zu leisten:
„Wir müssen schauen, dass wir die Freibäder am Leben erhalten, damit
man nicht nur Schwimmkurse anbieten kann, sondern auch die
Möglichkeit hat, schwimmen zu gehen und vor allem das Erlernte zu
festigen.“ Im Vorjahr haben die Ehrenamtlichen der Wasserrettung „in
Niederösterreich 2.500 Schwimmausbildungen durchgeführt“, setzte der
Präsident fort. „Unsere Ehrenamtlichen mit derzeit circa 1.600
Mitgliedern in Niederösterreich leisten einen unverzichtbaren Beitrag
zur Sicherheit an und in den Gewässern unseres Bundeslandes
Niederösterreich.“
Um Unfälle bei Kindern zu vermeiden, erinnerte er an die
Aufsichtspflicht der Eltern und an „Absperrmaßnahmen in den eigenen
Poolbereichen und Teichen.“ Die Schwimmboje sei „ein unverzichtbares
Hilfsmittel, wenn ich am See, am Meer, an öffentlichen Gewässern
schwimme“, appellierte Schimböck abschließend an die
Eigenverantwortung der Schwimmerinnen und Schwimmer.
Nähere Informationen beim Büro LR Prischl unter 02742/9005-12576,
Anton Heinzl, und e-mail [email protected] bzw. www.wasser-
rettung.at .

