LH Mikl-Leitner besuchte „NachbarschaftsKultur im Waldviertel“

St. Pölten (OTS) – Vor einigen Monaten haben sich 31 Gemeinden
basierend auf drei
vorhandenen Initiativen zur gemeinsamen „NachbarschaftsKultur im
Waldviertel“ zusammengeschlossen. Darin wird ehrenamtliche
Nachbarschaftshilfe über Gemeindegrenzen hinweg koordiniert und
weiterentwickelt. Am heutigen Donnerstag fand im Stadtsaal Groß
Siegharts ein gemeinsames Frühstück mit den Ehrenamtlichen und
Bürgermeistern der fünf Teilnehmerbezirke statt.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagte dabei: „Einsamkeit ist
zu einer stillen Volkskrankheit geworden, die uns alle trifft. Ihr
seid das Gegenbeispiel von Einsamkeit – nämlich Geselligkeit.“
Einsamkeit treffe zwar auch viele Jugendliche, aber vor allem die
ältere Generation und Familien würden unter Einsamkeit leiden. Warum
das Thema Einsamkeit so stark geworden sei, begründete die
Landeshauptfrau damit, „dass die Welt immer schneller wird, aber das
Menschliche nicht im gleichen Maß mitgewachsen ist.“ Einsamkeit sei
jedoch kein Schicksal, sondern man könne etwas dagegen tun, sagte
sie: „Für uns ist Einsamkeit eine der größten sozialen
Herausforderungen, wogegen man aber etwas tun kann.“ Man könne gegen
Einsamkeit ankämpfen, indem man das Vereinswesen und das Ehrenamt
stärke und Räume schaffe, wo man sich trifft. „Es ist eine ganz große
Aufgabe von uns allen, denn Nachbarschaftskultur ist viel mehr als
Nachbar zu sein. Das heißt gelebte soziale Nähe im Alltag. Denn diese
Nähe gibt den Menschen Halt und Orientierung und dort wo man sich
hilft, steigen Vertrauen, Beziehung und Gemeinschaft. Gerade eine
starke Nachbarschaftskultur ist das beste und stärkste Netz direkt
vor der Haustür.“

Christoph Angster vom Sozialministerium brachte einen Input über
Einsamkeit und sagte eingangs: „Dieses Projekt ist gewaltig, was ihr
hier leistet ist eine perfekte Blaupause für meine Arbeit in Wien.
Ihr schafft das, was wir für ganz Österreich umzusetzen versuchen.
Mit dem neuen Verein NachbarschaftsKultur habt ihr ein Vorzeigemodell
geschaffen, ihr schafft es, durch Ehrenamt Einsamkeit zu lindern.“

Obmann Bürgermeister Günter Schalko gab gemeinsam mit
Geschäftsführerin Doris Maurer einen Einblick zu den Projekten.
Schalko unterstrich: „Jeden Dienst, den man macht, muss man gerne
machen. Das ist das Credo für unsere Ehrenamtlichen.“
Geschäftsführerin Doris Maurer wies daraufhin, dass in den 31
Gemeinden fast 650 Ehrenamtliche für den Verein tätig sind. Im
Einzugsgebiet leben über 35.000 Einwohner, davon sind rund 8.430 über
65 Jahre alt.

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