Wien (OTS) – Mit einer Register-Arbeitslosenquote von 8,4%
(+0,2%-Punkte) und
einem Plus von 10.100 Arbeitssuchenden gegenüber Dezember 2024 bleibt
die Arbeitslosigkeit in Österreich auch zum Jahreswechsel hoch, der
Anstieg verlangsamt sich jedoch. Die Beschäftigung wächst gegenüber
dem Vorjahr wieder leicht (geschätzt +4.000
Beschäftigungsverhältnisse). Für das Jahr 2026 zeichnen sich erste
positive Signale ab: Laut der aktuellen WIFO-Wirtschaftsprognose wird
ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 4.000 Personen erwartet.
Die unselbständige Aktivbeschäftigung soll laut Prognose um ca.
27.000 zunehmen. ***
„Nach langen Jahren der Rezession blicken wir dem kommenden Jahr
vorsichtig optimistisch entgegen. Die prognostizierte wirtschaftliche
Erholung wird 2026 auch eine Belebung des Arbeitsmarktes bringen. Die
Beschäftigung wird wieder stärker wachsen und die Arbeitslosigkeit
soll im zweiten Halbjahr etwas sinken. Über den Berg sind wir aber
noch nicht. Die Situation insbesondere für langzeitbeschäftigungslose
und ältere Personen sowie für Jugendliche, die den Einstieg bzw.
Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu bewältigen haben, bleibt auch
im nächsten Jahr herausfordernd. Hier werden wir mit aktiver
Arbeitsmarktpolitik unterstützen und entsprechende Impulse setzen“,
erklärt Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann.
Aktuell zeigt sich die Entwicklung am Arbeitsmarkt allerdings
noch verhalten. Die Zahl der Arbeitslosen und AMS-
Schulungsteilnehmenden erreicht im Dezember 2025 den Gesamtwert von
434.572 (+8.560 oder +2,0% gegenüber dem Vorjahr).
Die Arbeitslosigkeit von Frauen erhöht sich im Dezember mit +6,6%
, während bei den Männern ein geringer Anstieg von +0,5% zu
verzeichnen ist.
Die Jugendarbeitslosigkeit sinkt Ende Dezember 2025 leicht (-0,4%
). Die Zahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren
Lehrstellensuchenden steigt jedoch deutlich (+14,2% oder +1.323),
während die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Lehrstellen (-1.496)
gegenüber dem Vorjahr deutlich sinkt.
Die Arbeitslosigkeit von Personen mit ausländischer
Staatsbürgerschaft steigt um +1,8% an, während sich die
Arbeitslosigkeit von Inländer:innen um +3,6% erhöht.
Da die Zahl der Arbeitssuchenden schon über viele Monate
ansteigend ist, wächst auch die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen
mit Status Arbeitslos und mindestens einem Jahr AMS-Vormerkung auf
102.491 (+11.596 oder +12,8%).
Die Bestandszahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren
offenen Stellen sinkt Ende Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahr um –
16,2% auf 67.647. Der Zugang an offenen Stellen beim
Arbeitsmarktservice ist jedoch im Dezember mit -0,4% (-104) bereits
wieder fast gleich hoch wie im Vorjahr.
Zwtl.: Arbeitsmarktentwicklung 2025 – Rückblick und Ausblick
Der österreichische Arbeitsmarkt war im Jahr 2025 von
unterschiedlichen Entwicklungen gekennzeichnet: Während die
Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt um +6,6% anstieg, ist die
Beschäftigung insgesamt stabil geblieben (+0,1%).
Frauen waren 2025 mit einem Zuwachs der Arbeitslosigkeit von 8,9%
stärker betroffen als Männer (+4,9%), was unter anderem mit der
schrittweisen Anhebung des Regelpensionsalters von Frauen
zusammenhängt. Gleichzeitig hat auch die
Langzeitbeschäftigungslosigkeit überdurchschnittlich zugenommen: Im
Jahresdurchschnitt hat sich die Zahl der arbeitslosen Personen mit
einer AMS-Vormerkdauer von mindestens einem Jahr um 12,6% erhöht.
Bei der Beschäftigungsentwicklung haben sich 2025 neben
geschlechtsspezifischen vor allem branchenspezifische Unterschiede
gezeigt. Rückgänge im produzierenden Gewerbe und in der Industrie
wurden durch Beschäftigungszuwächse im Dienstleistungssektor,
insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen, mehr als ausgeglichen.
Die Gesamtbeschäftigung ist im Jahresdurchschnitt leicht um +0,1%
anstiegen. Während bei den Frauen ein überdurchschnittliches
Beschäftigungswachstum von +0,6% zu verzeichnen war, ging die
Beschäftigung bei Männern im Jahresdurchschnitt um -0,4% zurück.
2026 sollte sich die Lage am Arbeitsmarkt allerdings wieder
langsam verbessern: Laut der WIFO-Wirtschaftsprognose vom Dezember
2025 wird ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 4.000 Personen
erwartet und die unselbständige Aktivbeschäftigung soll
voraussichtlich um etwa 27.000 Personen zunehmen.


