NÖAAB sammelt tausende Unterschriften gegen Sozialmissbrauch

St. Pölten (OTS) – Mitte September startete der Niederösterreichische
Arbeitnehmerinnen-
und Arbeitnehmerbund (NÖAAB) seine Petition gegen Sozialmissbrauch.
In den vergangenen Wochen wurden über 5000 Unterschriften gesammelt,
um gegen die Ausnützung unseres Sozialsystems mobil zu machen. Diese
Unterschriften wurden nun an den Zweiten Nationalratspräsidenten
Peter Haubner übergeben und in den Petitionsausschuss des
Österreichischen Parlaments eingebracht.

„Das Ziel unserer Petition ist ein faires und zukunftssicheres
Sozialsystem. Deshalb fordern wir eine bundesweite Reform der
Sozialhilfe auf Basis klarer Prinzipien: Fördern und Fordern,
Leistungsgerechtigkeit und Eigenverantwortung. Damit schaffen wir
Gerechtigkeit für Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, unterbinden
Sozialmissbrauch und stärken die Motivation zur Rückkehr in Arbeit.
Nur so kann unser Sozialsystem auch in Zukunft leistungsfähig,
gerecht und solidarisch bleiben. Das verstehen wir unter
Leistungsgerechtigkeit! Das verstehen wir unter Fairness gegenüber
der arbeitenden Menschen. Das ist unser Weg für die
Leistungsträgerinnen und Leistungsträger in unserem Land“, so
Christiane Teschl-Hofmeister Landesobfrau des NÖAAB.

Über 360.000 arbeitslose Menschen bergen ein erhebliches
Potenzial für die Wirtschaft, die händeringend nach Arbeitskräften
sucht. Österreich ist ein Land, in dem jede arbeitswillige Person
Arbeit findet, sofern sie diese sucht. In der Petition des NÖAAB geht
es ausdrücklich nicht um jene, die auf Grund von Krankheit, Unfall
oder Betreuungspflichten nicht arbeiten können, sondern um jene, die
das System bewusst und dauerhaft ausnutzen.

„Unser Sozialsystem ist ein wichtiger Pfeiler des
gesellschaftlichen Zusammenhalts. Es braucht aber klare Regeln,
Gerechtigkeit, das Prinzip der Eigenverantwortung und ein faires
System. Denn wer arbeitet und somit in das System einzahlt, darf
nicht schlechter dastehen als jemand, der dauerhaft, ausschließlich
und bewusst von öffentlichen Leistungen lebt“ so Teschl-Hofmeister
abschließend.

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