ASFINAG: Müllmenge auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen stieg 2024 auf über 9.000 Tonnen

Wien (OTS) – 2024 wurden auf Österreichs Autobahnen und
Schnellstraßen knapp über
9.000 Tonnen Müll eingesammelt – das ist ein leichter Anstieg im
Vergleich zu den 8.500 Tonnen im Jahr 2023. Vor allem in
Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol, Steiermark und Kärnten stieg
die Müllmenge an, während in den restlichen Bundesländern ein
leichter Rückgang registriert werden konnte.

Müllmengen, die ordnungsgemäß entsorgt werden, sind für die
ASFINAG-Autobahnmeistereien kein Problem. Aus mehreren Gründen ist
nämlich der achtlos weggeworfene Müll direkt auf den Autobahnen ein
Thema. „Mehr als ein Viertel dieser Müllmenge muss händisch
eingesammelt werden. Für unsere Mitarbeitenden ist dies immer mit
einem gewissen Risiko verbunden, da dies mittels Tagesbaustellen im
fließenden Verkehr erfolgt. Darüber hinaus stellen Flaschen, Dosen
oder auch Papier und Zeitungen ein immenses Sicherheitsrisiko für die
Verkehrsteilnehmenden dar, weil diese Gegenstände auf Autobahnen zu
Geschoßen werden können. Dadurch kann es zu abrupten Bremsmanövern
kommen, wenn Fahrerinnen und Fahrer erschrecken“, ist sich ASFINAG-
Geschäftsführerin Tamara Christ sicher, „das heißt, dass für alle
Beteiligte achtlos weggeworfener Müll gleichzeitig auch erhöhte
Gefahr bedeutet.“

Ein weiteres großes Problem für die ASFINAG sind die illegalen
Ablagerungen von Hausmüll oder Bauschutt. Zum Teil landen ganze
Möbelstücke, Autoreifen oder Ähnliches neben den Strecken. Einfach
nur, weil sich Personen die Müllentsorgungsgebühr sparen wollen, oder
weil es für sie bequemer ist.

Zwtl.: Mehr als ein Viertel des Mülls wird händisch gesammelt

Die illegale Entsorgung von Abfall, egal ob durch den Wurf aus
dem Autofenster oder dem Verlust von Ladegut von der Ladefläche,
bedeutet viel und vor allem mühsame Arbeit für die Mitarbeitenden der
ASFINAG. Dieser Müll muss händisch eingesammelt werden – das
verursacht nicht nur hohe Kosten, sondern auch gefährliche
Arbeitseinsätze an und neben der Straße. Mehr als ein Viertel des
Mülls muss jährlich händisch eingesammelt werden. Das heißt, dass im
letzten Jahr mehr als 2.200 Tonnen Müll händisch gesammelt werden
mussten. Insgesamt bedeuten die mehr als 9.000 Tonnen Müll Kosten von
knapp neun Millionen Euro im Jahr 2024.

Die ASFINAG versucht bereits seit mehreren Jahren beim Thema
„Littering“ Initiativen zu setzen. Immer wieder wird auf allen
Überkopfanzeigen mit dem Slogan „Ich bin die Autobahn, kein
Mistkübel“ darauf hingewiesen. Um vor allem das Problem der
Wegwerfflaschen zu verkleinern, weist die ASFINAG bereits länger
darauf hin, dass alle Rastplätze mit Trinkwasserbrunnen ausgestattet
sind, bei denen man seine eigene Trinkflasche auffüllen kann.

Die „Müll-Hitliste“ 2024 nach Bundesländern – 9.020 Tonnen (2023:
8.525 Tonnen) in ganz Österreich

2.141 Tonnen in Niederösterreich (2.002 Tonnen)

1.553 Tonnen in Oberösterreich (1.397 Tonnen)

1.449 Tonnen in Tirol (1.251 Tonnen)

1.418 Tonnen in der Steiermark (1.374 Tonnen)

1.284 Tonnen in Kärnten (1.103 Tonnen)

461 Tonnen in Salzburg (625 Tonnen)

411 im Burgenland (430 Tonnen)

282 Tonnen in Vorarlberg (307 Tonnen)

21 Tonnen in Wien (36 Tonnen)

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