willhaben-Marktforschung: Wie sehr Österreich nachhaltig wohnen will – und woran man „grüne“ Immobilien erkennt

Österreich (OTS) – – 73,5 Prozent der Menschen in Österreich legen
Wert auf
Nachhaltigkeit bei der Immobiliensuche – Frauen tendenziell mehr als
Männer und ältere Jahrgänge mehr als jüngere

– Energiethemen sind dabei die wichtigsten Aspekte

– Auch die Nachfrage nach Solarenergie und Wärmepumpen bei der
Stichwortsuche auf willhaben ist gestiegen

– Die Treibhausgas-Emissionen von Gebäuden sinken, in Österreich lag
der Anteil am gesamten CO2-Ausstoß 2023 laut Umweltbundesamt bei 10,6
Prozent

Nachhaltigkeit hat bei der Immobiliensuche in Österreich einen hohen
Stellenwert. Gut zwei Drittel der Menschen wollen ressourcenschonend
mieten und wohnen, ergab eine repräsentative Marketagent-Studie im
Auftrag von willhaben. Demnach legen 73,5 Prozent Wert auf
Nachhaltigkeit. Für 50,9 Prozent ist das Thema eher wichtig, für 22,6
Prozent sehr wichtig. 26,5 Prozent sehen das Thema als weniger
wichtig an, während nur 6,9 Prozent angeben, dass es für sie
überhaupt keine Rolle spielt. Frauen ist Nachhaltigkeit bei
Immobilien tendenziell wichtiger als Männern, und älteren Jahrgängen
mehr als jüngeren. Für sehr wichtig halten sie 28,4 Prozent der Gen X
(Jahrgänge 1965-1980), 24,3 Prozent der Millennials (1980-1995) und
nur 17,4 Prozent der Gen Z (1995-2010).

Zwtl.: Gebäude: 10,6 Prozent der CO2-Emissionen

„Für die Umwelt ist es eine sehr gute Nachricht, dass den
Menschen in Österreich Nachhaltigkeit bei Immobilien so wichtig ist“,
sagt Judith Kössner, Head of Immobilien bei willhaben. „Es ist
essenziell, hier gemeinsam Weiterentwicklungen voranzutreiben, die
sie dabei unterstützen, die richtige Wahl treffen zu können. Die
Energiewende ist zweifellos eine Mammutaufgabe, die ohne einen
wohldurchdachten Beitrag der Immobilienwirtschaft nicht gelingen
kann.“

Laut einem Bericht der Vereinten Nationen macht der Gebäude- und
Baubereich 38 Prozent der globalen CO2-Emissionen aus (2020 Global
Status Report for Buildings and Construction), mehr als die Industrie
oder der Verkehr. Davon entfällt ein Großteil auf den Betrieb von
Bestandsgebäuden. In Österreich gibt es keine direkt vergleichbare
Gesamt-Zahl. Im Sektor Gebäude gab es in den vergangenen Jahren einen
starken Rückgang der Treibhausgas-Emissionen, vor allem wegen der
Umstellung auf klimafreundliche Heizsysteme und hoher Energiepreise.
2023 betrug der Anteil der direkten CO2-Emissionen von Haushalten und
Nicht-Haushalten (Verbrennung fossiler Energieträger vor Ort) am
Gesamtausstoß laut Umweltbundesamt 10,6 Prozent – die indirekten CO2-
Emissionen, die bei der externen Energiebereitstellung entstehen,
nicht mit einberechnet.

Zwtl.: Den Menschen am wichtigsten: Nachhaltig heizen

Unter den Aspekten, die den ÖsterreicherInnen in Bezug auf die
Nachhaltigkeit einer Immobilie besonders wichtig sind, landen die
Heizungsart (50,9 Prozent), der Energieverbrauch (46,7 Prozent) und
die Energieeffizienzklasse (31 Prozent) auf den ersten drei Plätzen.
Danach folgen die Bauweise (28,8 Prozent), Nähe zu öffentlichen
Verkehrsmitteln (22,1 Prozent), Möglichkeit zur Installation einer
Photovoltaikanlage (19,5 Prozent) und ökologische, langlebige
Baustoffe (19,5 Prozent) – wobei Mehrfachantworten möglichen waren.
Die Nähe zu Ladestationen für E-Autos finden nur 6,2 Prozent
besonders wichtig. Bei den Motiven spielen Umweltschutz und der
Wunsch energieautark zu sein eine große Rolle. Aber natürlich schützt
ressourcenschonendes Wohnen langfristig auch die Geldtasche. Dass
nachhaltige Energiesysteme gefragt sind, zeigt auch die steigende
Nachfrage nach Solarenergie und Wärmepumpen in der Stichwortsuche auf
willhaben – mit 14 Millionen monatlichen Visits eine der großen
Immobilienplattformen Österreichs (ÖWA 03/2025). Mehr als 87 Prozent
der heimischen Immobiliensuchenden nutzen gemäß Marktforschung
willhaben und rund 70 Prozent finden dort ihr neues Zuhause.

Zwtl.: Viele Faktoren entscheidend – Prüfzeichen helfen

Entscheidend für die Nachhaltigkeit einer Immobilie sind unter
anderem folgende Faktoren:

Die Baustoffe: Wo kommen sie her, wachsen sie nach, sind sie
recyclebar? Wie wurden sie erzeugt und wie lang war der Transportweg?

Die Immobilie: Wie sieht die Architektur in Bezug auf den
Wärmehaushalt aus? Wie ist die Dämmung, wohin zeigen die Fenster?
Sind die Sanitäranlagen wassersparend?

Die Energie: Wie wird geheizt und gekühlt, woher kommt der Strom,
welche Menge an Heizwärme fällt pro Jahr an? Gibt es ein
Energiekonzept?

Wer neu baut, kann alle Aspekte bestmöglich berücksichtigen.
Baustoffe, die den baubiologischen und bauökologischen Anforderungen
entsprechen, sind durch Zertifikate wie das IBO-Prüfzeichen, das
Österreichische Umweltzeichen oder das Siegel Natureplus zu erkennen.
PEFC Austria ist Profi für Zertifikate von Holzbaustoffen. Bei
bereits bestehenden Gebäuden hilft beispielsweise die Österreichische
Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) bei der
Bewertung. Die ÖGNI analysiert Gebäude hinsichtlich ihrer
Auswirkungen auf die Umwelt, die Wirtschaft und die Gesellschaft über
den gesamten Lebenszyklus. Auch bei Planung, Bau und Betrieb
möglichst nachhaltiger Gebäude steht die ÖGNI unterstützend zur
Seite.

Zwtl.: Methodik

Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent hat im
Auftrag von willhaben im März/April 2025 insgesamt 1.560 Interviews
zur Immobiliensuche durchgeführt. Befragt wurden Personen zwischen 18
und 59 Jahren, die in den letzten sechs Monaten auf Immobiliensuche
waren bzw. aktuell sind. Das Sample steht repräsentativ für die
österreichische Bevölkerung.

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