„Thema Spezial“ über „Sex auf Drogen – Warum der gefährliche Trend zunimmt“ am 21. Juli um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON

Wien (OTS) – Für die „Thema“-Spezialausgabe „Sex auf Drogen – Warum
der
gefährliche Trend zunimmt“ – zu sehen am Montag, dem 21. Juli 2025,
um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON – ist Christoph Feurstein
eineinhalb Jahre lang tief in eine Welt großer Tabus eingetaucht. Es
geht um Sex und Drogen. Und um deren toxische Verbindung. Chemsex ist
ein besorgniserregender Trend, der um sich greift: In einer Welt, in
der Konkurrenzkampf, Leistungsdruck und Selbstoptimierung im
Vordergrund stehen, greifen immer mehr Menschen zu Drogen, um sich
bei der „schönsten Sache der Welt“ entspannen zu können.

„Mein Freund und ich haben eigentlich immer nur Sex auf Drogen
gehabt. Je öfter man konsumiert und dann Sex hat, desto weniger
interessiert einen Sex ohne Drogen“, sagt Tanja. Die 46-jährige
Burgenländerin ist durch den sexualisierten Substanzkonsum
drogenabhängig geworden und leidet bis heute unter schweren
Depressionen und Angstzuständen. Davor war sie 15 Jahre lang
verheiratet. In der Ehe war das Sexleben am Ende kaum mehr vorhanden
und sie ist aus der Beziehung ausgebrochen. Die neu erhoffte Freiheit
mit scheinbar ungezwungenem Sex auf Drogen wurde für sie zur Falle.

Der praktische Arzt Horst Schalk ist dankbar, dass das Thema endlich
aufgegriffen wird. Er ist in der Szene zu einer Anlaufstelle für
Betroffene geworden. Täglich hat er in seiner Praxis mit den Folgen
von Sex unter dem Einfluss chemischer Substanzen zu tun. Die neue Art
chemischer Drogen macht nicht nur schnell und schwer abhängig, sie
mindert auch das Schmerzempfinden und schädigt die inneren Organe
dauerhaft.

Auf sogenannten Chemsex-Partys, bei denen Gruppen von Menschen oft
tagelang miteinander Sex haben, werden nicht selten die eigenen
Grenzen und die der anderen überschritten. „Das Äußerste, glaube ich,
was ich unterwegs war, waren tatsächlich fünf Tage am Stück. Ich war
körperlich völlig am Ende. Aber noch immer getrieben von der
Substanz“, erzählt der 29-jährige Dorian. Er galt als Jugendlicher
als politisches Talent, doch die Drogensucht hat seine Karriere
zerstört.

Chemsex-Süchtigen merkt man nach außen hin oft nichts an. Unter ihnen
sind auch erfolgreiche Menschen. Funktionierendes Berufsleben und
Drogenexzess – das praktizieren manche jahrelang, bis Körper und
Psyche nicht mehr mitspielen, sagen der Psychotherapeut Christof
Mitter und die Suchtberaterin Miriam Alvarado-Dupuy von der
Hilfseinrichtung an.doc.stelle. Die Betroffenen lernen in
langwierigen Therapien wieder nüchternen Sex zu haben. Um zu genesen,
müssen sie in ihrer Vergangenheit weit zurückgehen. Was Sex auf
Drogen mit uns als Gesellschaft zu tun hat, zeigen Christoph
Feurstein und Jakob Egger in einem „Thema Spezial“ auf eindrückliche
Weise.

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