Steiermark kann 2030-Ziele für Ökostrom bereits erfüllen

Wien (OTS) – Mit der 2024 veröffentlichten „Klima- und
Energiestrategie Steiermark
(KESS) 2030 plus“ hat das Land Steiermark seine Zielvorgaben für die
Energiewende deutlich angehoben. Parallel dazu sind der Steiermark in
den letzten Jahren einige Erfolge bei der Umsetzung dieser Ziele
gelungen, stellt der Österreichische Biomasse-Verband im Rahmen des
Energiewende-Checks der Bundesländer fest. Innerhalb von nur zwei
Jahren konnte die Steiermark ihren Anteil erneuerbarer Energieträger
am Bruttoinlandsverbrauch Energie von 32 % auf 40 % steigern.
Bioenergie stellt etwa 65 % aller erneuerbaren Energieträger in der
Steiermark und deckt mehr als ein Viertel des gesamten steirischen
Energiebedarfs. In der KESS 2030 plus ist bis 2030 eine Erhöhung des
Erneuerbaren-Anteils auf 55 % vorgesehen.

„Die Steiermark zeigt, dass der Weg in eine klimafreundliche und
unabhängige Energiezukunft bereits eingeschlagen ist. Gleichzeitig
sehen wir aber auch klar: Für eine unabhängigere, nachhaltigere und
leistbare Energieversorgung der Zukunft liegt noch viel Arbeit vor
uns. Unser Ziel bleibt, Versorgungssicherheit, Leistbarkeit und
Klimaschutz konsequent miteinander zu verbinden – mit einem starken
Fokus auf regionale Energiequellen wie Biomasse, Photovoltaik,
Wasserkraft und Wind. Ich danke dem Biomasse-Verband für seine
wichtige Arbeit für die Energiewende – denn gerade in der Steiermark
als waldreichstes Bundesland leistet Biomasse einen unschätzbaren
Beitrag zu Versorgungssicherheit, regionaler Wertschöpfung und echtem
Klimaschutz“, sagt Energielandesrätin Simone Schmiedtbauer.

Zwtl.: Treibhausgasemissionen aus Gebäuden und Energieversorgung
drastisch reduziert

Die Treibhausgasemissionen in den Sektoren Energie und Gebäude
sind seit 1990 stark gesunken: Im Energiesektor gingen sie aufgrund
des nahezu kompletten Ausstiegs aus der Kohle für die Strom- und
Fernwärmeerzeugung um 82 % zurück. Im Gebäudesektor führten milde
Winter, verbesserte Dämmung und die verstärkte Nutzung erneuerbarer
Energieträger statt Heizöl zu einer Reduktion um 64 %.
Problematischer bleiben Industrie und Verkehr, die zusammen für 71 %
der Treibhausgasemissionen der Steiermark verantwortlich sind. Im
Einklang mit der Verpflichtung Österreichs aus dem „Fit for 55“-Paket
der EU strebt auch die Steiermark in den Sektoren außerhalb des EU-
Emissionshandels (z.B. Gebäude und Verkehr) eine Reduktion des
Treibhausgasausstoßes bis 2030 um 48 % im Vergleich zu 2005 an. Bis
2023 wurde eine Minderung um 26 % erzielt. Langfristiges Ziel ist die
Klimaneutralität 2050.

Weitere Informationen und Abbildungen finden Sie untere folgendem
Link:
https://www.biomasseverband.at/steiermark-kann-2030-ziele-fuer-
oekostrom-bereits-erfuellen