Wien (OTS) – Heute zieht die Wiener Regenbogenparade zum 30. Mal über
die Wiener
Ringstraße und setzt dabei ein starkes Zeichen für Liebe und
Vielfalt. Mit dabei ist auch SPÖ-EU-Abgeordnete Elisabeth Grossmann,
die gemeinsam mit tausenden Menschen für eine solidarische und offene
Gesellschaft eintritt: „Immer öfter hört man die Frage, warum es die
Pride heute überhaupt noch braucht. Haben queere Menschen nicht
längst die gleichen Rechte? Können sie nicht heiraten, Familien
gründen und frei leben? Die Antwort ist klar: Ja, wir brauchen die
Pride. Vielleicht mehr denn je. Denn auch wenn wir in den letzten
Jahrzehnten viel erreicht haben, dürfen wir nie vergessen: Rechte,
die erkämpft wurden, können auch wieder weggenommen werden. Wir sehen
in Europa und darüber hinaus, wie rechte Kräfte versuchen, queeres
Leben unsichtbar zu machen, abzuwerten und wieder zurückzudrängen.
Gleichzeitig erleben LGBTIQ+ Personen weiterhin Hass, Diskriminierung
und Gewalt, nur weil sie sind, wer sie sind, und lieben, wen sie
lieben. Niemand sollte Angst vor Gewalt haben müssen, nur weil er in
der U-Bahn Händchen hält. Niemand sollte überlegen müssen, ob ein
Kuss, eine Berührung oder das eigene Auftreten gefährlich werden
könnte. Solange diese Angst für viele Menschen noch Realität ist,
werden wir auf die Straße gehen. Denn die Pride war nie nur ein
buntes Spektakel. Die Pride war schon immer Protest gegen
Menschenhass. Sie zeigt allen, die sich verstecken müssen, die Angst
haben oder mit den Gedanken konfrontiert sind, falsch zu sein: Du
bist richtig, genauso, wie du bist. Laut, bunt, leise, schrill, stolz
oder noch auf dem Weg dorthin.“ **** (Schluss) bj

