Wien (OTS) – Mit Holzenergie umgesetzte Vorzeigeprojekte in den
Kategorien
Hackschnitzel, Pellets und Forschung präsentiert der Österreichische
Biomasse-Verband (ÖBMV) in der neuen Broschüre „DER Holzenergiepreis
2025“. Im Fokus der 14 mit dem Holzenergiepreis prämierten Projekte
standen dieses Mal Energieautarkie, die Kombination von Holzenergie
mit anderen erneuerbaren Energieträgern sowie das Erzielen von
negativen Emissionen mit Bioenergie. Bei den erstmals für den
Holzenergiepreis ausgeschriebenen Forschungsprojekten standen
Negativemissionen mittels Abscheidung von biogenem CO2, der Ersatz
von fossilem Erdgas durch Synthetisches Erdgas (SNG) aus Holzbiomasse
oder die Entwicklung besonders sauberer Zündtechnologien für
Holzheizungen im Vordergrund.
Zwtl.: Negative Emissionen mit Holzenergie bei Wiener Paradeiser-
Betrieb
Franz Titschenbacher, Präsident des Österreichischen Biomasse-
Verbandes, ist begeistert von der Innovationskraft der Branche und
der hohen Praxisrelevanz der Bioenergieprojekte: „Die Projekte
verdeutlichen, wie die Energiewende mit der Bioenergiebranche
umgesetzt werden kann. Unser Dank gilt den Sponsoren, die den
Holzenergiepreis erst ermöglicht haben“, bedankt sich Titschenbacher
bei den Sponsoren Österreichische Hagelversicherung, Kelag Energie &
Wärme, Österreichische Bundesforste, proPellets Austria und der
Landwirtschaftskammer Österreich. „Der Weltklimarat (IPCC) betont,
dass Negativemissionstechnologien zur Abscheidung und Entnahme von
CO2 aus der Atmosphäre unabdingbar zur Erreichung der Klimaziele
sind“, erklärt Titschenbacher. „Während im Jahr 2025 der CO2-Gehalt
in der Atmosphäre durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas
auf einen neuen Rekordwert gestiegen ist, erzielen österreichische
Unternehmen mit ‚Carbon-Capture-Projekten‘, etwa in einem
Holzkraftwerk in Vorarlberg oder einem Gewächshaus für Paradeiser in
Wien bereits negative Emissionen.“
Zwtl.: Strahlkraft weit über Österreich hinaus
Die internationale Strahlkraft der heimischen Holzenergie-Branche
zeigt sich auch bei einem Projekt, bei dem Schulküchen in Afrika mit
einem hocheffizienten Pelletkochherd ausgestattet werden, gefertigt
wurde dieser vom Pelletsspezialisten ÖkoFEN aus Oberösterreich. Mit
dem vermutlich effizientesten Biomassekochherd Afrikas kann der
Brennstoffbedarf von Schulküchen in Afrika auf ein Viertel der
ursprünglichen Menge reduziert werden und Brennholz weitgehend
ersetzt werden. Die Verwendung der geschlossenen Pelletherde
verhindert die Entwicklung von Rauch in der Küche – eine enorme
Verbesserung für die Köche und die im benachbarten Hof spielenden
Schulkinder.
Zwtl.: Kalk brennen – mit Biomasse
Auch der erstmalige Einsatz von ganzen Holzpellets in der
Bauwirtschaft zum Brennen von Kalk unterstreicht die Vielfalt der
Anwendungen. Auf der Suche nach Alternativen zu kostspieligen und
unsicheren fossilen Energieträgern entdecken immer mehr Branchen die
Vorteile der Holzenergie für sich. In Österreich stellt die
Energiegewinnung aus Biomasse einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor
dar. Die heimische Biomassebranche erzielte im Jahr 2024 einen
Gesamtumsatz von etwa 4,5 Milliarden Euro. Österreichische
Unternehmen besetzen mit ihren Innovationen im Bereich Bioenergie
weltweit Spitzenpositionen.
Zwtl.: Siegerehrung bei der Mitteleuropäischen Biomassekonferenz in
Graz
Im Rahmen der 8. Mitteleuropäischen Biomassekonferenz in Graz
wurden die Gewinner Anfang 2026 ausgezeichnet. Eine Expertenjury
unter Vorsitz von Josef Rathbauer, BLT Wieselburg, hatte aus einer
Vielzahl eingereichter Umsetzungen eine schwierige Wahl zu treffen.
Den ersten Platz belegten die EnergieWerk Ilg GmbH mit der „CO2-
Abscheidung im Holzkraftwerk“ in der Kategorie Hackgut, das Projekt
„Solarpellet“ der Zellhofer Engineering GmbH im Bereich Pellets und
das Projekt „Waste2Value – Forschungsanlage Wien-Simmering in der
Kategorie Forschung. Elf wegweisenden Projekten wurde der Silberpreis
verliehen. Der Holzenergiepreis in Form einer Holztrophäe
symbolisiert die Energiegewinnung aus Holz in Form einer aus
Kirschenholz geschnitzten Flamme. Der Sockel aus Erzgestein des
Erzbergs steht für das Eisen der Kessel. Die Form wurde durch
künstliche Intelligenz entworfen und durch österreichisches Handwerk
geschaffen.
Zwtl.: Holzenergiepreis 2026 mit Sonderpreis
Energieversorgungssicherheit
Auch 2026 wird der ÖBMV wieder spannende Projekte mit dem
Holzenergiepreis prämieren. Ausgeschrieben werden dieses Mal die
Kategorien Biowärme-Installationen, Pellets und Energieholz.
Zusätzlich wird es einen Sonderpreis Energieversorgungssicherheit
geben, bei dem innovative Ansätze zur Sicherung einer unabhängigen,
regionalen Energieversorgung ausgezeichnet werden. Details unter:
Die Broschüre im Format DIN A4 mit zahlreichen Farbfotos stellt
auf 16 Seiten Vorzeigeprojekte der Bioenergie dar. Eine digitale
Version kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:
Bestellt werden kann die Broschüre kostenlos:
[email protected]

