Bad Ischl/Strobl (OTS) – Mit einem feierlichen Festakt eröffneten die
Naturfreunde Bad Ischl
die generalsanierte Bleckwandhütte nach eineinhalb Jahren Bauzeit
wieder. Rund zwei Millionen Euro wurden seit dem Spatenstich im
September 2024 in die umfassende Modernisierung investiert. Mit
anspruchsvollen Bauarbeiten im alpinen Gelände, außergewöhnlichem
ehrenamtlichem Engagement und konsequent nachhaltigen Lösungen
entstand ein zukunftsweisendes Projekt für Hüttenentwicklung.
Zwtl.: Nachhaltige Lösungen für zukünftige Herausforderungen
Hütten im alpinen Raum stehen vor zunehmenden Herausforderungen –
von den Folgen des Klimawandels bis hin zu steigenden Anforderungen
an Wasser– und Energieversorgung. Ziel war deshalb, die
Bleckwandhütte ökologisch, technisch und wirtschaftlich nachhaltig
für die kommenden Jahrzehnte aufzustellen.
Mit einer modernen Pflanzenkläranlage verfügt die Hütte künftig
über eine biologische Abwasserreinigung. Das gereinigte Wasser wird
anschließend wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt und
leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz des sensiblen
Naturraums. Ergänzt wird die Infrastruktur durch eine neue
Wasserversorgung mit zwei 42.000-Liter-Speicherbehältern. Die
Energieversorgung erfolgt mit 98 Prozent nahezu vollständig über eine
Photovoltaikanlage, für Notfälle steht ein Notstromaggregat zur
Verfügung.
Darüber hinaus wurden die gesamte Haustechnik, die
Sanitäranlagen, die Küche sowie die Zimmer und Schlafplätze umfassend
modernisiert. Auch das Thema Wiederverwendung spielte beim Umbau eine
wichtige Rolle: So wurde das Holz des ehemaligen Hüttendachs
sorgfältig aufgearbeitet und in der Gaststube wieder verbaut. Die
neue Bleckwandhütte verbindet ressourcenschonende Technik mit einem
verantwortungsvollen Umgang mit der alpinen Umwelt und ist damit ein
Vorzeigeprojekt nachhaltiger Hüttenentwicklung.
Zwtl.: Bauen am Berg als besondere Herausforderung
Die Bauarbeiten auf 1.340 Metern Seehöhe verlangten
außergewöhnlichen Einsatz. Da die Hütte nicht mit schweren Fahrzeugen
erreichbar ist, mussten Baumaterialien, Maschinen und technische
Anlagen nahezu vollständig per Hubschrauber transportiert werden.
Große Bauteile wie Wasserbehälter oder Elemente der
Pflanzenkläranlage wurden aus der Luft angeliefert und anschließend
händisch eingebaut. Hinzu kamen wechselnde Wetterbedingungen und die
anspruchsvolle Logistik einer Bergbaustelle. Die schwierigen
Bedingungen erforderten eine präzise Planung und eine enge
Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Zwtl.: Alpine Förderung und Ehrenamt als Fundament des Erfolgs
Insgesamt 2,2 Millionen Euro wurden in die Erneuerung investiert.
Finanziert wurde das Projekt durch Fördermittel des Bundes, der
Europäischen Union, der Naturfreunde Österreich sowie durch den
Eigenanteil der Naturfreunde Bad Ischl.
Entscheidend für den Erfolg des Projekts war vor allem das
außergewöhnliche Engagement der Ortsgruppe Bad Ischl. Rund 160
freiwillige Helferinnen und Helfer und mehr als 3.500 ehrenamtliche
Arbeitsstunden machten die Umsetzung dieses Großprojekts überhaupt
erst möglich. Unterstützt wurden die Naturfreunde zudem von
zahlreichen regionalen Unternehmen, die ihre Expertise unter den
besonderen Bedingungen einer Bergbaustelle einbrachten.
„Ein großer Dank an die zahlreichen Freiwilligen, die dieses
Projekt in tausenden ehrenamtlichen Arbeitsstunden verwirklicht
haben. Wir haben ein tolle Hütte mit einem super Team und freuen uns
auf viele Bergerlebnisse auf der Bleckwandhütte, hoch über dem
Wolfgangsee“, sagt Andreas De Bettin, Vorsitzender der Naturfreunde
Oberösterreich.
Zwtl.: Feierliche Eröffnung auf 1.340 Metern Seehöhe
Die Wiedereröffnung wurde gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus
Politik, Tourismus und den Naturfreunden gefeiert – darunter
Staatssekretärin Mag. Elisabeth Zehetner, Mag. Philip Kirchler,
Leiter der Tourismusabteilung im Bundesministerium, sowie
Naturfreunde-Vorsitzender Andreas Schieder.
„Das Geld ist das Eine: 1,45 Millionen von Bund und EU; die
ehrenamtliche Arbeit das Andere. Ich gratuliere dafür, was ihr aus
der Hütte gemacht habt, ich kenne die Hütte vor dem Umbau und das
Ergebnis kann sich sehen lassen.“, so Elisabeth Zehetner.
„Die EU und der Bund haben gemeinsam Geld zur Verfügung gestellt
und die Naturfreunde haben neben den Eigenanteil, die Arbeitskraft in
Form von Freiwilligen aufgestellt. Ohne Ehrenamt wären solche
Projekte nicht umsetzbar. Danke für euren Einsatz. Ihr könnt stolz
auf euer Werk sein.“, betont auch Andreas Schieder.
Mit ihrer einzigartigen Lage auf 1.340 Metern Seehöhe und dem
beeindruckenden Panoramablick auf den Wolfgangsee und den Schafberg
zählt die Bleckwandhütte seit Jahrzehnten zu den beliebtesten
Wanderzielen im Salzkammergut. Nach ihrer umfassenden Erneuerung
verbindet sie zeitgemäßen Komfort mit nachhaltiger Infrastruktur und
ist damit langfristig für die Anforderungen eines modernen und
umweltbewussten Hüttenbetriebs gerüstet.
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