Parkinson: Gerätegestützte Therapieoptionen kommen oft zu spät ins Spiel

Wien (OTS) – Eine aktuelle Umfrage anlässlich des
Welt-Parkinson-Tages am 11.
April 2026 rückt die Lebensrealität Betroffener in den Fokus.(1)

Derzeit leiden in Österreich rund 20.000 Menschen an Parkinson (2
) – viele davon nicht optimal therapeutisch versorgt, wie die
aktuelle Umfrage „Leben mit Parkinson in Österreich“ zeigt. 56
Prozent der Patient:innen befinden sich demnach bereits in einem
fortgeschrittenen Krankheitsstadium, aber nur 11 Prozent erhalten
eine gerätestützte Therapie, wie Pumpentherapien oder eine Tiefe
Hirnstimulation, die in dieser Phase ein Leben bei guter
Lebensqualität weiter ermöglichen kann. (1) Dr.in Michaela
Steffelbauer, Neurologin und Präsidentin der Parkinson Selbsthilfe
Oberösterreich, macht auf die Unterversorgung aufmerksam und fordert
ein früheres Umdenken in der Therapie, da eine angepasste Behandlung
auch die Selbständigkeit der Erkrankten aufrechterhalten kann. Ein
wesentlicher Aspekt, da Parkinson die weltweit am schnellsten
wachsende neurologische Erkrankung ist. (3)

Zwtl.: Alarmierend: 56 Prozent leiden an fortgeschrittenem Parkinson

Für die aktuelle Umfrage des Markt- und
Meinungsforschungsinstituts Integral im Auftrag von AbbVie wurden 353
Parkinson-Patient:innen online befragt. Das Ergebnis: Mehr als jeder
Zweite aller Befragten leidet an fortgeschrittenem Parkinson. Einen
Hinweis auf fortgeschrittenen Parkinson gibt die „5 oder 2 oder 1“-
Regel, sprich dass Patient:innen pro Tag 5 und mehr Levodopa-
Tabletten einnehmen oder mindestens 2 Stunden täglich in OFF-Phasen (
Unbeweglichkeit) verbringen oder mindestens 1 Stunde am Tag
unwillkürliche Bewegungen (Dyskinesien) erleben. Der Anteil an
Patient:innen mit forgeschrittenem Parkinson ist im Burgenland vor
Tirol und Oberösterreich besonders hoch.

Trotz dieser Zahlen nehmen 79 Prozent der Befragten
ausschließlich Tabletten, obwohl gerätegestützte Therapien, wie
Pumpentherapien oder eine Tiefe Hirnstimulation, ein Mehr an
Lebensqualität bringen können. „Diese Diskrepanz zeigt, dass viele
Patient:innen nicht die Therapie erhalten, die sie eigentlich
bräuchten“, erklärt Dr.in Michaela Steffelbauer.

Zwtl.: Gerätegestützte Therapie: Zu wenig bekannt, zu selten
eingesetzt

Während 88 Prozent der Befragten Parkinson-Medikamente in
Tablettenform kennen, haben nur 38 Prozent von gerätegestützten
Therapien, wie Pumpentherapien unter die Haut oder in den Dünndarm
oder eine Tiefe Hirnstimulation, gehört – und nur 20 Prozent haben
mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin darüber gesprochen. „Hier besteht
dringender Aufklärungsbedarf“, betont Dr.in Steffelbauer. „Die
Erfahrung zeigt, dass rechtzeitige und wiederholte Gespräche sowie
der Austausch in Selbsthilfegruppen helfen, Ängste und Vorbehalte
abzubauen.“

Die größten Bedenken gegen gerätegestützte Therapien sind laut
Umfrage Angst vor Komplikationen bei einer eventuell notwendigen
Operation, vor Handhabung im Alltag sowie vor möglichen
Nebenwirkungen. Dabei zeigt sich: Von jenen Patient:innen, die eine
gerätegestützte Therapie erhalten, sind 46 Prozent sehr zufrieden –
bei Tabletten nur 30 Prozent.

Zwtl.: „Wenn ich das früher gewusst hätte…“

Besonders aussagekräftig: 65 Prozent jener Patient:innen, die
bereits eine gerätegestützte Therapie nutzen, meinen im Nachhinein,
dass es besser gewesen wäre, wenn sie sich früher dafür entschieden
hätten. Dr.in Steffelbauer berichtet aus ihrer Praxis: „Die
Patient:innen können einen absoluten Zugewinn an Lebensqualität
erleben.“

Zwtl.: Zeitgerechte Therapieumstellung entscheidend

Dennoch gibt doch jeder zweite (56%) der Befragten an, „so spät
wie möglich“ mit einer gerätegestützten Therapie behandelt werden zu
wollen. „Der ideale Zeitpunkt ist, wenn die optimierte orale Therapie
nicht mehr ausreicht – idealerweise bereits VOR einer
Verschlechterung der Lebensqualität, da sonst wertvolle Lebenszeit in
gutem Zustand verloren gehen kann.“, betont Dr.in Steffelbauer.

Zwtl.: Hoher Unterstützungsbedarf im Alltag

Die Umfrage zeigt auch die Alltagsrealität der Betroffenen: 82
Prozent benötigen Unterstützung – meist von Ehe- oder
Lebenspartner:in. Fast alle Befragten (97 Prozent) leiden unter
Tagesmüdigkeit. 91 Prozent berichten von Problemen beim Durchschlafen
und einer Beeinflussung ihrer Gefühle (Grübeln, Angst, Depression
etc.).

Berufstätige sind besonders belastet: 47 Prozent der
Patient:innen berichten von verminderter Leistungsfähigkeit, 33
Prozent arbeiten weniger Stunden. Im Durchschnitt sind berufstätige
Betroffene rund 18 Tage pro Jahr krankgeschrieben.

Zwtl.: Finanzielle Belastung bleibt bestehen

Die Umfrage zeigt auch die finanzielle Dimension: 35 Prozent
tragen die Kosten für Wahlarztbesuche vollständig selbst, 21 Prozent
die Kosten für Therapien wie Physio- und Ergotherapie sowie
Logopädie. 35 Prozent der Befragten haben eine Pflegestufe.

Zwtl.: Veranstaltungen rund um das Thema Parkinson

Die Österreichische Parkinson-Gesellschaft (ÖGP) hält am 10.
April 2026 eine kostenlose Informationsveranstaltung zum Welt-
Parkinson-Tag im Festsaal des Neuen Rathauses in Linz ab. Alle Infos:
www.parkinson.at .

Der Parkinson Selbsthilfe Landesverband NÖ lädt am 12. und 13.
Juni zu den 10. Niederösterreichischen Parkinson-Infotagen nach St.
Peter in der Au. An beiden Tagen informieren Expertinnen und Experten
in ihren Vorträgen kostenlos über Aspekte der Erkrankung. Alle Infos
unter: https://parkinson-noe.at/

Quellen:

1. Umfrage: Leben mit Parkinson in Österreich: Das BioPharma-
Unternehmen AbbVie initiierte mit Unterstützung der Parkinson
Selbsthilfe Oberösterreich eine österreichweite Online-Umfrage, wie
Menschen mit Parkinson die Erkrankung empfinden und mit ihr umgehen.
Die Erhebung führte das Meinungsforschungsinstitut Integral von
November 2025 bis Jänner 2026 durch (Umfrage 8228). Die Teilnahme an
der Umfrage war anonym und kostenlos. Es beteiligten sich 353
Parkinson-Erkrankte aus ganz Österreich. Die Ergebnisse liefern ein
gutes Stimmungsbild und interessante Erkenntnisse über den Einfluss
von Parkinson auf verschiedene Lebensbereiche. Bereits 2022 wurde
eine ähnliche Umfrage durchgeführt, die Vergleiche ermöglicht.

2. https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/gehirn-
nerven/parkinson.html , abgefragt am 13.3.2026)

3. ( https://www.who.int/publications/i/item/9789240050983 ,
abgefragt am 13.3.2026)

Über AbbVie

Unsere Mission als BioPharma-Unternehmen ist es, innovative
Therapien zu erforschen und bereitzustellen, mit denen wir die
medizinischen Herausforderungen von heute und morgen angehen. Wir
wollen einen echten Unterschied im Leben der Menschen machen – über
verschiedene Therapiegebiete hinweg, darunter Immunologie, Onkologie,
Neurologie und Augenheilkunde sowie mit dem Portfolio von Allergan
Aesthetics in der medizinischen Ästhetik. In Österreich ist AbbVie in
Wien vertreten. Insgesamt beschäftigt AbbVie weltweit rund 50.000 und
in Österreich über 190 Mitarbeiter:innen. Für weitere Informationen
zum Unternehmen besuchen Sie www.abbvie.at oder unser Profil auf
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