St. Pölten (OTS) – Im Zuge des Gesundheitsplans 2040+ und der
Weiterentwicklung des NÖ
Gesundheitswesens wird am LK Zwettl eine innovative Technologie in
der Kniechirurgie für eine Pilotphase eingesetzt: das
robotergestützte System „ROSA“ (Robotic Surgical Assistant). Dabei
handelt es sich um einen sogenannten Co-Roboter, der die
Operateurinnen und Operateure aktiv unterstützt, ohne deren Kontrolle
zu ersetzen.
„Mit dem gezielten Ausbau der roboterassistierten Chirurgie
setzen wir in Niederösterreich konsequent auf modernste Medizin zum
Wohl unserer Landsleute. Der neue OP-Roboter am Landesklinikum Zwettl
ist zum einen ein weiterer wichtiger Schritt, um Spitzenmedizin auf
höchstem Niveau anzubieten, und zum anderen kann durch den Einsatz
des OP-Roboters die Leistungsfähigkeit in der Gelenkersatzchirurgie
weiter gesteigert und in Summe mehr Eingriffe durchgeführt werden“,
betont der für die Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser.
Mit zunehmendem Alter oder durch Abnutzung können Kniegelenke
ihre Funktion verlieren und starke Schmerzen verursachen. Die
Implantation von Knieprothesen zählt zu den häufigsten orthopädischen
Eingriffen. Elisabeth Bräutigam hält fest: „Moderne medizinische
Entwicklungen eröffnen heute neue Möglichkeiten, Patientinnen und
Patienten wieder zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. Am
Landesklinikum Zwettl kommt dabei zunehmend robotergestützte
Technologie in der Gelenkchirurgie zum Einsatz. Gleichzeitig ist es
für angehende Medizinerinnen und Mediziner ein attraktives
Zusatzangebot des Standortes.“
Karl Miedler, Leiter der Abteilung Orthopädie und Orthopädische
Chirurgie am LK Zwettl, erklärt: „Seit der Einführung des
robotergestützten Systems im März 2026 wurden bereits rund 50
Operationen höchst erfolgreich mit Unterstützung des OP-Roboters
durchgeführt. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit
nachhaltig zu verbessern. Durch den Einsatz computergestützter
Systeme kann die Operation heute noch exakter geplant und
durchgeführt werden. Dabei analysiert die Technologie die
individuelle Anatomie des Kniegelenks und unterstützt Operateurinnen
und Operateure dabei, die Prothese optimal zu positionieren.“ Er
unterstreicht: „Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies
zahlreiche Vorteile: geringerer Schmerz nach der Operation, eine
schnellere Rehabilitation sowie eine verbesserte Funktion des
Gelenks. Auch das umliegende Gewebe kann durch die präzise
Arbeitsweise besser geschont werden.“
Der eingesetzte Co-Roboter hilft während des Eingriffs, kleinste
Abweichungen zu vermeiden und die Implantation exakt nach Plan
durchzuführen. Gleichzeitig bleibt die Kontrolle stets beim
medizinischen Fachpersonal. Die Technologie fungiert als
unterstützendes Instrument, das die Erfahrung und Expertise der
Orthopädinnen und Orthopäden ergänzt.
„Die Einführung solcher innovativen Verfahren unterstreicht den
hohen Qualitätsanspruch des Landesklinikums Zwettl. Ziel ist es,
modernste medizinische Standards mit individueller Betreuung zu
verbinden und die Patientinnen und Patienten in der Region
bestmöglich zu versorgen“, so Andreas Reifschneider, Geschäftsführer
der Gesundheit Waldviertel GmbH.
Weitere Informationen bei Sarah Bayerl-Schwarzinger,
Landesklinikum Zwettl, 02822 / 9004 – 18002, sarah.bayerl-
[email protected]

