NEOS: Beschluss des EU-Parlaments steht – bessere Stromnetze für günstigere Energie

Wien/Brüssel (OTS) – Europa produziert immer mehr günstigen
erneuerbaren Strom, doch oft
fehlen die Netze, um ihn dorthin zu bringen, wo er gebraucht wird.
Das Europäische Parlament stellt deshalb mit der Überarbeitung der
sogenannten TEN-E-Verordnung (Transeuropäische Energienetzwerke für
Europa) die Weichen für eine bessere gemeinsame Netzplanung. NEOS-
Europaabgeordnete Anna Stürgkh verhandelte das Gesetz für die
liberale Renew Europe Fraktion federführend mit.

„EU-weit wird ausreichend günstiger und sauberer Strom
produziert, der aber im Moment oft nicht dort ankommen kann, wo er
gebraucht wird, die Netze sind schnell überlastet. Gleichzeitig
importieren wir teure fossile Energie aus dem Ausland. Das ist
absurd. Wir brauchen endlich Netze, die mit der Energiewende Schritt
halten. Davon profitieren am Ende Haushalte und Unternehmen durch
günstigeren Strom, zusätzlich schaffen wir neue heimische
Arbeitsplätze.“

Faire Lösung für Österreich

Als Transitland ist Österreich eine wichtige Energiedrehscheibe
Europas. Stürgkh brachte die Initiative ein, die Transitländer
künftig fairer kompensieren wird.

„Strom macht nicht an Grenzen halt – und die Rechnung dafür
sollte es auch nicht. Wenn Österreich Leitungen baut, von denen
Verbraucher in anderen Ländern profitieren, müssen sich diese Länder
fair an den Kosten beteiligen“, sagt Stürgkh.

Verhindert wurde hingegen der Versuch, fossile Gasinfrastruktur
wieder stärker in die europäische Netzplanung aufzunehmen. „Wir bauen
doch nicht die Abhängigkeit von teurem Gas ab, um sie durch die
Hintertür wieder einzuführen. Wo wir elektrifizieren können, müssen
wir elektrifizieren – mit günstigem Strom aus Europa statt teurem Gas
von Autokraten.“

Die Verhandlungen mit dem EU-Rat sollen rasch aufgenommen werden.
Eine Einigung ist bis zum Jahresende geplant.