Migräne: Was Betroffenen Linderung verschaffen kann

Baierbrunn (OTS) – Wer an Migräne leidet, kann sich ein Leben ohne
Kopfschmerz meist gar
nicht mehr vorstellen. Bei einer chronischen Migräne tritt der
Schmerz über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten an 15 oder mehr
Tagen auf. Was Betroffenen helfen kann, zeigt das Gesundheitsmagazin
„Apotheken Umschau“ .

Frauen wesentlich häufiger betroffen

Nach wie vor gilt Migräne als Frauenerkrankung. Etwa 15 Prozent
der Weltbevölkerung sind betroffen. In Österreich leiden laut
Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze (ÖGGK) etwa eine
Million Menschen an Migräne. Die Krankheit ist zwar nicht heilbar,
lässt sich aber mittlerweile doch sehr gut behandeln, indem Schmerzen
und Attackenhäufigkeit deutlich reduziert werden.

Für den Akutfall gibt es eine Reihe Medikamente wie Triptane,
Ditane oder antientzündliche Schmerzmittel. Vorbeugend wirken
Präparate wie Botox oder Betablocker . Sowohl akut als auch zur
Vorbeugung können Gepante eingesetzt werden. Diese Medikamente
blockieren die Andockstelle für den Botenstoff CGRP (Calcitonin Gene-
Related Peptide) , der die Gefäße im Hirn erweitert und für die
Entzündungsreaktion verantwortlich ist. Ebenfalls zur Vorbeugung
können sogenannte monoklonale Antikörper den Botenstoff CGRP binden –
oder sie blockieren die Andockstelle selbst, sodass CGRP keine
Wirkung entfalten können.

Muskelentspannung bringt Symptomlinderung

Neben den genannten Medikamenten kann auch Ausdauersport
vorbeugend gegen Migräne wirken. Es gibt eine Reihe kleinerer
Studien, die hier für eine mögliche Effektivität in der Migräne-
Prophylaxe sprechen. Vermutlich sorgen entspanntere Muskeln und ein
besserer körperlicher Gesamtzustand für eine Symptomlinderung. Helfen
kann auch Magnesium , wobei hier die Studienlage unklar ist. Als
Prophylaxe sollten zweimal 300 mg Magnesiumcitrat täglich eingenommen
werden.

Laut Forschung könnten Biofeedback und andere
Entspannungstechniken die Migränehäufigkeit deutlich senken,
berichtet die „Apotheken Umschau“. Beim Biofeedback werden über
Sensoren Reaktionen des Körpers gemessen und visualisiert.
Migränepatientinnen und -patienten können so lernen, körperliche
Signale zu deuten und zu beeinflussen. Als wirksam in der Prophylaxe
und bei zusätzlichem Spannungskopfschmerz, insbesondere bei einer
begleitenden Depression, gelten trizyklische Antidepressiva , sofern
sie über mehrere Monate eingenommen werden.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung
frei. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 1A/2026 ist aktuell
auch in Österreich in den meisten Apotheken erhältlich. Viele weitere
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