Wien (OTS) – – Acht Prozent der Stelleninserate auf karriere.at
enthalten keine
Gehaltsangabe, obwohl das Gehalt ein wesentlicher Faktor bei der
Jobsuche ist. Dieser Wert ist über die letzten Jahre gesunken.
– Der Anteil an Stelleninseraten, in denen das Gehalt als Spanne mit
Mindest- und Maximalbetrag angegeben wird, steigt hingegen.
– karriere.at-CEO Georg Konjovic: „Eine transparente Gehaltsangabe
ist für Arbeitgeber ein Wettbewerbsvorteil im Kampf um die besten
Talente“
In der EU-Entgelttransparenzrichtlinie, die bis Juni in nationales
Recht umgesetzt werden muss, wird auch die Gehaltstransparenz bei der
Stellensuche thematisiert. Obwohl eine Gehaltsangabe in
Stelleninseraten in Österreich bereits seit 2011 verpflichtend ist,
fehlt diese in acht Prozent der Inserate. Das zeigt eine aktuelle
Auswertung für den karriere.at Arbeitsmarktreport. Die gute Nachricht
für Jobsuchende: Dieser Anteil sinkt.
Zwtl.: Gehaltsangabe ist wesentlichste Information
Die Gehaltsangabe ist für Jobsuchende ein wesentlicher Faktor bei
der Entscheidung, ob sie sich bei einem Unternehmen bewerben oder
nicht. In einer repräsentativen Umfrage von karriere.at unter über
1.000 Erwerbsfähigen gaben 9 von 10 an, dass das Gehalt für sie eine
wesentliche Information im Stelleninserat ist. Die Gehaltsangabe
liegt damit auf Platz eins. Bietet ein Arbeitgeber kein
konkurrenzfähiges, faires Gehalt bzw. stellt gar keine Information
zur Entlohnung bereit, so wenden sich viele Jobsuchende ab.
Zwtl.: Anteil an Inseraten ohne Gehaltsangabe sinkt
Eine Auswertung von Stelleninseraten für den karriere.at
Arbeitsmarktreport 2026 ergab, dass der Anteil an Inseraten ohne
Gehaltsangabe sinkt. Im Kalenderjahr 2025 lag er durchschnittlich bei
acht Prozent. Gleichzeitig steigt der Anteil an Inseraten mit
Gehaltsspannen, also der Angabe von einem Mindest- und einem
Maximalbetrag. Ihr Anteil lag zuletzt bei 14 Prozent. Die große
Mehrheit der Stellenangebote (78 Prozent) enthielt ein (Mindest-)
Gehalt, wie es das Gleichbehandlungsgesetz in Österreich verlangt.
„Wer kein Gehalt nennt, verliert potenzielle Kandidat*innen schon
nach wenigen Sekunden. Wenn sie beim Überfliegen einer Stellenanzeige
keine konkrete Zahl entdecken, beschäftigen sie sich nicht weiter mit
dem Jobinserat. Eine transparente Gehaltsangabe ist daher für
Arbeitgeber ein Wettbewerbsvorteil im Kampf um die besten Talente und
entspricht dem Trend. Die Formulierung ‚marktkonforme Bezahlung‘ oder
‚Mindestgehalt laut Kollektivvertrag‘ reicht da nicht“, erklärt Georg
Konjovic, CEO bei karriere.at.

