Korosec: „Teilzeit kann zu Altersarmut führen“

Wien (OTS) – Immer mehr Menschen arbeiten hierzulande Teilzeit. Das
belegen Zahlen
der Statistik Austria über das 2. Quartal 2026. Die Zahl der
Vollzeiterwerbstätigen ist um 57 400 Personen gesunken, die Zahl der
Teilzeiterwerbstätigen um 57 200 gestiegen. Es gibt zwar auch bei
Männern ein Plus – Teilzeit ist aber nach wie vor weiblich. Mit 51,1
Prozent (+ 1,4 %) ist die Mehrzahl aller unselbstständig
beschäftigten Frauen in dieser Form erwerbstätig.

„Für viele Frauen ist Teilzeitarbeit eine wichtige Möglichkeit,
Beruf und Familie zu vereinbaren. Gerade wenn Kinder betreut,
Familienangehörige versorgt oder im Alltag viele organisatorische
Aufgaben übernommen werden müssen, kann eine Vollzeitbeschäftigung
eine große Herausforderung darstellen“, sagt Seniorenbundpräsidentin
Ingrid Korosec.

Umso wichtiger seien genügend Kinderbetreuungsplätze, vor allem
auf dem Land: „Da hat sich schon vieles verbessert. Es ist aber noch
nicht genug. Die Politik muss hier weiter handeln.“

Korosec verweist auf die Konsequenzen von dauerhafter Teilzeit:
„Teilzeit sollte der Überbrückung bei Familienbetreuung dienen und
nicht zum Lebensmodell werden. Halbe Arbeit bedeutet auf Dauer halbe
Pension. Oft wird das erst kurz vor dem Pensionsantritt sichtbar –
und dann ist es für Korrekturen zu spät“, merkt Korosec an. „Teilzeit
kann zu Altersarmut führen.“