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Kirchenstatistik 2025: Weniger Austritte, gestiegene Kirchenbeiträge

Wien (OTS) – Die Österreichische Bischofskonferenz hat am Mittwoch
die
Kirchenstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Katholikenzahl
in Österreich ist demnach wieder leicht zurückgegangen, insgesamt
aber stabil. So gab es mit Stichtag 31. Dezember 2025 genau 4.488.101
Katholikinnen und Katholiken in Österreich (2024: 4.557.471). Die
Zahl der Kirchenaustritte ist gegenüber dem Vorjahr deutlich
zurückgegangen (2025: 66.930, 2024: 71.531).

Die Bischofskonferenz hat am Mittwoch auch die Finanz-Kennzahlen
2025 veröffentlicht. Deutlich wird: Der Kirchenbeitrag bildet das
Rückgrat der Kirchenfinanzierung in Österreich. Die Einnahmen aus dem
Kirchenbeitrag betrugen 2025 552,2 Mio. Euro und damit 71,2 Prozent
aller Einnahmen. Das ist eine leichte Steigerung gegenüber 2024 (
539,4 Mio. Euro). Der Großteil der Budgets der Diözesen sichert die
kirchliche Basisstruktur und die Seelsorge. Neu ist seit 2025, dass
der Kirchenbeitrag in allen Diözesen teilweise für bestimmte Bereiche
oder Projekte zweckgewidmet werden kann.

Mit einer ebenfalls am Mittwoch präsentierten umfassenden
Leistungsbilanz zeigt die Katholische Kirche in Österreich auf, dass
sie nicht nur in geistlichen bzw. spirituellen Fragen ein „big
player“ ist, sondern auch im Blick auf Leistungen für das Gemeinwohl.
So gibt es umfassende Zahlen und Fakten zu den kirchlichen Leistungen
in den Bereichen Gemeinschaft, Soziales, Bildung und Kultur. Die
Daten stammen aus dem Jahr 2025.

Detailergebnisse: Mehr Kircheneintritte und Erwachsenentaufen

Maßgebliche Faktoren für den Rückgang der Katholikenzahl sind
nicht nur das Verhältnis von Austritten zu Kircheneintritten, sondern
vor allem auch von Taufen zu Sterbefällen und von Zuzügen zu
Wegzügen. 2025 wurden laut amtlicher Kirchenstatistik 5.449 Personen
in die Kirche wieder oder neu aufgenommen. Das ist eine Steigerung
gegenüber 2024, als sich die Zahl auf 5.154 Personen belief.

Zur Zahl an Personen, die der Katholischen Kirche beitreten,
müssen auch jene hinzugezählt werden, die sich im Erwachsenenalter (
ab 14 Jahren) taufen lassen. Hier weist die amtliche Statistik für
2025 359 Erwachsenentaufen aus. Das ist ebenfalls eine Steigerung (
2024: 255). 447 Personen machten zudem 2025 von ihrem Recht auf
Widerruf Gebrauch. Damit sind Menschen gemeint, die zunächst ihren
Austritt erklärt hatten, nach einem Kontakt mit kirchlichen
Verantwortlichen und innerhalb einer Dreimonatsfrist aber wieder
Abstand von diesem Schritt nahmen. 2024 konnte die Kirche 453
Widerrufe verzeichnen.

Die Kirchenstatistik weist für 2025 zudem stabile Zahlen bei den
Gottesdienstbesuchern aus. Das Engagement der ehrenamtlichen Laien in
der Kirche ist ebenfalls stabil bzw. leicht steigend, ebenso die Zahl
der hauptamtlichen Bediensteten (1.398). Rückgänge gibt es bei Taufen
(35.259), Trauungen (6.678), Erstkommunionen (42.322) und Firmungen (
38.955). Die Zahl der Priester (3.171) und Ordensleute (3.898) ist
ebenfalls leicht rückläufig.

Einnahmen und Ausgaben

Der Kirchenbeitrag ist laut Finanzbericht 2025 mit 552,2
Millionen Euro mit Abstand die wichtigste Einnahmequelle der
heimischen Diözesen (71,2 Prozent aller Erträge). Die staatlichen
Leistungen zur Abgeltung von NS-Schäden machen rund 67,2 Millionen
Euro und somit 8,7 Prozent an den Einnahmen aus. Die restlichen 155,8
Millionen Euro und damit 20,1 Prozent der Einnahmen stammen aus der
Vermögensverwaltung, aus Vermietungen, Leistungen, Subventionen und
sonstigen Erträgen.

Der Großteil der Ausgaben entfällt laut Gebarungsübersicht mit
etwas über 474,8 Millionen Euro auf die Personalkosten (60,1 Prozent)
für die 8.410 Beschäftigten (Priester und Laien) im diözesanen
Dienst. Diese Position korrespondiert mit dem Gros der Mittel, die
für seelsorgliche und pfarrliche Aufgaben aufgewendet werden. Dabei
ist der Personalaufwand für die Laienangestellten höher als für den
Klerus.

Der Rechenschaftsbericht bietet ergänzend eine thematische
Darstellung der Ausgabenstruktur. Daraus ist ablesbar, dass neben den
Aufwendungen für Pfarren und Seelsorge mit 492,6 Millionen Euro und
damit rund 62,4 Prozent die Ausgaben für Leitungs- und
Organisationsaufgaben mit fast 147 Millionen Euro bzw. 18,6 Prozent
zu Buche schlagen. Drittgrößte Position in der Mittelverwendung sind
Ausgaben für Bildung, Kunst und Kultur mit 120,2 Millionen Euro oder
knapp 15,2 Prozent. Die Aufwände für soziale und karitative Aufgaben
sowie für die Entwicklungshilfe lagen bei 29,9 Millionen Euro das
sind knapp 3,8 Prozent der diözesanen Budgets.

Die amtliche Kirchenstatistik 2025, der Finanzbericht sowie die
Leistungsbilanz finden sich unter www.katholisch.at/kirche-in-zahlen.

(Weitere Meldungen zur aktuellen Kirchenstatistik im Kathpress-
Themenschwerpunkt unter www.kathpress.at/kirchenstatistik2025)

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