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Industrie 4.0 Praxisfrühstück in Alpbach: Von Digitalen Zwillingen bis KI – wie Daten industrielle Lösungen schaffen

Alpbach/Wien (OTS) – Industrielle Datenökosysteme schaffen neue
Möglichkeiten, Prozesse
und Lieferketten besser zu vernetzen und Wissen für Innovation zu
nutzen. Wie das bereits heute in der Praxis funktioniert, zeigte das
neunte Industrie 4.0-Praxisfrühstück der Plattform Industrie 4.0
Österreich. Deutlich über 100 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft
und Technologie folgten der Einladung, die die Plattform Industrie
4.0 in Kooperation mit der Standortagentur Tirol und Siemens im
Rahmen des European Forum Alpbach 2026 veranstaltete.

Zwtl.: Von Digitalen Zwillingen über KI bis zu souveränen Datenräumen

Wie Digitale Zwillinge bereits heute entlang des industriellen
Lebenszyklus eingesetzt werden können, zeigten Michael Heiss, Markus
Krempl, Roland Laucher und Johannes Rauer-Zechmeister von Siemens.
Digitale Modelle ermöglichen es, reale Produktionsprozesse bereits
vor ihrer physischen Umsetzung abzubilden. Anhand des vorgestellten
Praxisbeispiels wurde deutlich, wie sich die Inbetriebnahmezeit auf
rund ein Drittel reduzieren lässt und Digitale Zwillinge auch im
laufenden Betrieb weiteren Nutzen schaffen.

Mit RecAL präsentierte Rahman Latifur von CANCOM ein
Datenökosystem für eine zirkuläre europäische Aluminium-
Wertschöpfungskette. Im Fokus stand eine herstellerunabhängige und
sichere Architektur für vertrauenswürdigen Datenaustausch und die
Zusammenarbeit verschiedener Akteure.

Welche Potenziale souveräne Datenräume für die industrielle
Lieferkette bieten, zeigten Anja Lang von der BMW Group und Roland
Wiesmüller von T-Systems International anhand von Catena-X. Der
Praxis-Case verdeutlichte, wie mehr Datentransparenz dazu beitragen
kann, Qualitätsprobleme früher zu erkennen, Reaktionszeiten zu
verkürzen und gleichzeitig regulatorische Anforderungen wie den
Digitalen Produktpass, ESG oder Product Carbon Footprints zu
unterstützen.

Mateo Primorac von Scopri.ai, als Partner von EIT Manufacturing
East, widmete sich KI-gestützten Wissensökosystemen.
Industrieunternehmen verfügen über große Mengen an Wissen, von
Patenten und wissenschaftlichen Publikationen über technische
Dokumentationen bis hin zu CAD- und Ingenieursdaten. KI kann diese
bislang häufig fragmentierten Informationen miteinander verknüpfen
und damit ein neues Werkzeug für technische Entscheidungen,
strategische Vorausschau und Innovationsprozesse schaffen.

Zum Abschluss ging Markus Riegler vom ACP SOC, Lehrbeauftragter
an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten, auf die
digitale Souveränität ein. Im Fokus stand der Aufbau eines
europäischen Cybersicherheitsökosystems auf Basis standardisierter
Schnittstellen und gemeinsamer Bedrohungsinformationen, mit dem Ziel,
Datensouveränität zu sichern und Anbieterabhängigkeiten zu
reduzieren.

„Die vorgestellten Use Cases zeigen konkrete Anwendungsfälle mit
einem erkennbaren Mehrwert. Diese helfen, das hohe Potential
industrieller Datenökosysteme zu erkennen. Als Plattform Industrie
4.0 Österreich identifizieren wir regelmäßig praxistaugliche Lösungen
mit hoher Relevanz für die Industrie und fördern den Austausch
zwischen Unternehmen, Forschung und weiteren Stakeholdern.“, betont
Roland Sommer, Plattform Industrie 4.0 Österreich.

Zwtl.: Technologie und Wirtschaft im Austausch

Im Anschluss an das Praxisfrühstück fand der Tiroler
Technologiebrunch statt. Das exklusive Netzwerktreffen im Rahmen der
Euregio Days des European Forum Alpbach bringt Vertreter aus
Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Standortentwicklung zusammen
und widmet sich aktuellen Fragen rund um Technologie und
Digitalisierung in Tirol und Europa.

Darüber hinaus bot der RUPTUR Wirtschaftsdialog Raum für den
branchenübergreifenden Austausch. Teilnehmer:innen aus Wirtschaft,
Kunst und Kreativwirtschaft nutzten die Gelegenheit sich in
angenehmer Atmosphäre auszutauschen und neue Perspektiven
kennenzulernen.

Über die Plattform Industrie 4.0 Österreich

Die Initiative hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2015 durch
das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (
BMIMI) und den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden zu einer
gemeinsam getragenen Kompetenz- und Innovationsplattform etabliert.
Der Verein setzt Aktivitäten, um eine dynamische Entwicklung des
österreichischen Produktionssektors zu sichern, Forschung, Innovation
und Qualifikation zu forcieren und zu einer qualitätsvollen
Arbeitswelt sowie zu einem hohen Beschäftigungsniveau beizutragen.
Das Ziel ist es, technologische Entwicklungen und Innovationen der
Digitalisierung bestmöglich für Unternehmen, Beschäftigte und zum
Wohle der Gesellschaft zu nutzen, den Produktionsstandort Österreich
nachhaltig zu stärken und seine Wettbewerbsfähigkeit voranzutreiben.
Weitere Informationen unter: www.plattformindustrie40.at

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