Wien (OTS) – Ein Jahr nach dem Start der „Grätzllabore“ zeigt sich:
Die
Wienerinnen und Wiener gestalten ihre Stadt gerne aktiv mit.
Monatlich investieren sie dafür über 1.300 Stunden ehrenamtliche
Arbeit.
Die Grätzllabore sind ein gemeinsames Beteiligungsprogramm der
Stadt Wien und des Vereins Lokale Agenda 21 Wien, das es in zwölf
Bezirken gibt. „In den Grätzllaboren können die Wienerinnen und
Wiener Ideen einbringen und gemeinsam umsetzen, auch ohne Erfahrung
und Vorkenntnisse“, sagt Klima- und Demokratiestadtrat Jürgen
Czernohorszky. Wienweit sind derzeit rund 80 Projektgruppen und
Grätzlmacher:innen im Rahmen der Grätzllabore aktiv. Aus den Ideen
entstehen konkrete Projekte: neue Treffpunkte, mehr Miteinander in
der Nachbarschaft oder zusätzliche Begrünung im Grätzl. „Die
Grätzllabore zeigen, dass Beteiligung konkret wirkt“, so
Czernohorszky.
Zwtl.: Vom Wunsch zum Treffpunkt: Das Kagraner Plauderplatzerl
Wie aus einer Idee ein konkreter Ort wird, zeigt das Kagraner
Plauderplatzerl am Mergenthalerplatz in der Donaustadt. Ausgehend vom
Wunsch nach mehr Aufenthaltsqualität entstand ein neuer Treffpunkt
mit Pergola und Sitzmöglichkeiten, der heute von vielen Menschen im
Grätzl genutzt wird. Initiiert wurde das Projekt von einer Bewohnerin
aus Kagran, die ihre Idee ins Grätzllabor einbrachte und gemeinsam
mit anderen weiterentwickelte.
„Ich wollte einfach einen Ort, wo man sich auch ohne Konsumzwang
hinsetzen und miteinander reden kann. Dass in kurzer Zeit daraus ein
fixer Treffpunkt für so viele Menschen jeden Alters geworden ist,
hätte ich am Anfang nicht gedacht. Das zeigt: Wenn man eine Idee hat,
kann man wirklich etwas verändern“, sagt Gabi Ehardt, Initiatorin des
Projekts.
Zwtl.: Einfach mitmachen und Grätzl gestalten
Das Plauderplatzerl steht beispielhaft für das Potential der
Grätzllabore, aus individuellen Ideen nachhaltige Verbesserungen im
öffentlichen Raum zu entwickeln. Das Projekt wurde mit Unterstützung
der Stadt Wien und des Bezirks ermöglicht. Insgesamt wurden im Jahr
2025 bereits 25 solcher Projekte beschlossen, die sich derzeit in
Umsetzung befinden. Die Bandbreite reicht von neuen Sitzgelegenheiten
über Begrünungsmaßnahmen bis zu Trinkbrunnen, Grätzlrädern und
Wurmhotels.
„Ich habe selbst erlebt, wie aus kleinen Ideen konkrete
Veränderungen entstehen. Wenn Menschen ihre Nachbarschaft aktiv
mitgestalten, entstehen Orte, die wirklich gebraucht werden“, sagt
Cornelia Sucher, Vorstandsvorsitzende der Lokalen Agenda 21 Wien.
„1.300 Stunden Engagement pro Monat sind ein starkes Signal:
Wienerinnen und Wiener wollen nicht nur mitreden, sondern ihre Stadt
aktiv verändern. Die Grätzllabore machen genau das möglich“, betont
Sabrina Halkic, Geschäftsführerin der Lokalen Agenda 21 Wien.
Weitere Informationen: www.graetzllabor.la21.wien
Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter
https://presse.wien.gv.at/bilder abrufbar.

