Czernohorszky: „Doppel-Funktion“ des Bundes-Klimagesetzes entscheidend für Lebensqualität

Wien (OTS) – „Mit dem Bundes-Klimagesetz wird die dringend notwendige
Grundlage
geschaffen, um sowohl die Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen
als auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu beenden.“,
kommentiert Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky die heutige
Gesetzespräsentation der Bundesregierung. Diese „Doppel-Funktion“
hält Czernohorszky für essenziell, um die Lebensqualität zu erhalten.

Allein dieser Sommer habe einmal mehr die vernichtende Kraft des
Klimawandels bewiesen: Verheerende Dürreperioden, Hitzewellen und die
steigende Gefahr von Starkregenereignissen seien die deutlichsten
Indizien dafür, dass weitreichende Maßnahmen unbedingt notwendig
seien, so Czernohorszky. „Außerdem werde gerade jetzt besonders
deutlich, wie sehr die fossile Abhängigkeit das Leben aller in
Österreich teurer macht. Daher ist es gut, dass die Bundesregierung
Blockadeversuche überwunden und eine gemeinsame Lösung gefunden hat.“

Zwtl.: Gasausstieg stabilisiert Energiepreise

„Solange wir mit Gas und Öl heizen, sind wir dank internationalem
Säbelrasseln und Kräftemessen auch ständig schwankenden und vor allem
steigenden Energiepreisen ausgeliefert.“, mahnt Czernohorszky. Nur
der Gasausstieg schone langfristig das Geldbörserl der Wienerinnen
und Wiener und garantiere, die Kontrolle über die Energiepreise
zurückzugewinnen. „Nur heimisch produzierte Energie garantiert
stabile Preise und eine sichere Versorgung.“, so Czernohorszky.

Zwtl.: Erneuerbare Energien sorgen für kühle Wohnungen

Der Klimawandel hat die Anzahl der jährlichen Hitzetage und
Tropennächte massiv erhöht und dadurch die Lebensqualität in den
eigenen vier Wänden beeinträchtigt. Wien habe bereits den Einbau von
Klimaanlagen in Gemeindewohnungen erleichtert, dennoch brauche es
weitere und insbesondere nachhaltige Schritte, um Wohnhäuser hitzefit
zu machen. „Der Gasausstieg ist auch dafür der beste Weg, da
Wärmepumpen und Co. heutzutage nicht nur heizen, sondern auch kühlen
können. Gasthermen können dagegen nur heizen und sind allein deshalb
nicht zukunftstauglich“, sagt Czernohorszky. Wien habe mit dem
Programm „Raus aus Gas“ bereits einige Schritte gesetzt, um die
Gebäudewärme zu reformieren, vonseiten des Bundes erhoffe man sich
nun, auch dank des Klimagesetzes, weitere Unterstützung.

Zwtl.: Klimaschutz und Unterstützung für Landwirtschaft

Neben langfristigen Maßnahmen gegen den Klimawandel brauche es
auch konkrete Unterstützung für jene, die bereits heute besonders
stark von seinen Folgen betroffen sind: „Wir müssen dafür sorgen,
dass sich die Auswirkungen des Klimawandels nicht weiter verschärfen
und auch jene unterstützen, die schon jetzt mit den Folgen zu kämpfen
haben.“ Czernohorszky befürwortet daher die vorgesehen Dürrehilfen,
um existenzbedrohten landwirtschaftliche Betrieben rasch und gezielt
helfen zu können.

Zwtl.: Czernohorszky fordert weitere Gesetzesnovellen

Auch Wien bleibe seinem Ziel der Klimaneutralität bis 2040 treu,
betont Czernohorszky. Das Bundes-Klimagesetz werde dabei eine
wichtige Unterstützung darstellen. Gleichzeitig brauche es weitere
gesetzliche Schritte, etwa Anpassungen des Gaswirtschaftsgesetzes
sowie des Miet- und Wohnungseigentumsgesetzes. „Mit dem Bundes-
Klimagesetz ist ein wichtiger Schritt gelungen. Jetzt gilt es, diesen
Weg konsequent weiterzugehen.“