Polarise expandiert nach Mitteleuropa und sichert sich Kapazitäten im „Prague Gateway“-Rechenzentrum von CRA (FOTO)

Düsseldorf/Prag (OTS) – Die Zusammenarbeit mit dem tschechischen
Infrastrukturanbieter Ceske
Radiokomunikace (CRA) markiert die erste konkrete
Standortpartnerschaft im wachsenden europäischen Netzwerk von KI-
fähigen Standorten von Polarise.

Polarise, ein europäischer Anbieter von souveräner KI-Cloud-
Infrastruktur, und Ceske Radiokomunikace (CRA) haben eine
Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, wonach Polarise sich 15 MW
Kapazität im neuen Rechenzentrum „Prague Gateway“ der CRA in
Jiloviste bei Prag sichert und Exklusivrechte für den weiteren Ausbau
erhält. Die Vereinbarung markiert den Einstieg von Polarise in
Mitteleuropa und sichert die Kapazität, die Polarise benötigt, um
souveräne KI-Rechenleistung für seine Kunden auf dem europäischen KI-
Cloud-Markt aufzubauen.

Prague Gateway ist ein speziell errichtetes KI-Rechenzentrum, das
für eine flüssigkeitsgekühlte Infrastruktur ausgelegt und für
aktuelle sowie zukünftige GPU-Generationen gerüstet ist. Die Anlage
soll voraussichtlich Mitte 2027 betriebsbereit sein und wird in
mehreren Ausbaustufen realisiert, wobei weiteres Potenzial für
Leistungserweiterung und Wachstum besteht. Im Rahmen der
Zusammenarbeit fungiert CRA als lokaler Infrastruktur- und
Konnektivitätspartner, während Polarise die souveräne KI-
Infrastruktur und die Cloud betreibt, die auf der reservierten
Kapazität laufen. Grundlage für den Betrieb ist das „AI Pod“-Konzept
von Polarise, bei dem kleine, standardisierte Rechenzentrumseinheiten
in eine bestehende Infrastruktur integriert werden. Polarise hat
diesen Ansatz bereits erfolgreich in Oslo und München umgesetzt und
so in Rekordzeit die bisher größte KI-Fabrik Deutschlands im
industriellen Maßstab errichtet.

„Europa braucht souveräne KI-Kapazitäten, und zwar schnell –
nicht von einem einzigen Mega-Standort aus, sondern aus einem
Netzwerk. Das ist die Idee hinter unserem GigaGrid: viele kleinere,
miteinander verbundene KI-Fabriken in ganz Europa, die sich die
Arbeitslasten teilen und das Ganze stärken. Auf diese Weise kann die
EU die Rechenleistung und digitale Souveränität erreichen, die sie
anstrebt – zu europäischen Bedingungen. Mit CRA wird Prague Gateway
zu einem starken mitteleuropäischen Knotenpunkt in diesem Netz –
einem hochdichten, KI-fähigen Standort im Herzen des Kontinents,“

sagt Michel Boutouil, Gründer und CEO von Polarise.

„Wir gewinnen einen starken europäischen Partner, der auf der
Grundlage unserer Kapazitäten eine wichtige Ebene der souveränen KI-
Infrastruktur aufbaut. Das Rechenzentrum ‚Prague Gateway‘ wurde genau
für diese Art von Kunden konzipiert, und die Zusammenarbeit mit
Polarise bestätigt, dass die Tschechische Republik auf europäischer
Ebene einiges zu bieten hat,“

erklärt Milos Mastnik, Geschäftsführer von Ceske Radiokomunikace.

Mit dem Rechenzentrum „Prague Gateway“ erweitert Polarise sein
dezentrales europäisches Netzwerk um einen weiteren Knotenpunkt und
verbindet kleinere KI-Fabriken mit einer Leistung von typischerweise
15 bis 50 MW zu einem einzigen Netz, in dem Arbeitslasten zwischen
den Standorten verlagert werden können. Anstatt die Kapazität an
einem zentralen Standort zu konzentrieren, lässt sich das Netz Knoten
für Knoten skalieren, was die Ausfallsicherheit verbessert und die
Markteinführungszeit verkürzt.

Die Zusammenarbeit geht über die Reservierung des „Prague
Gateway“ hinaus. Polarise und CRA bereiten zudem gemeinsame Schritte
im Rahmen einer umfassenderen europäischen KI-Infrastrukturagenda
vor, einschließlich einer möglichen Beteiligung an Projekten vom Typ
„Gigafactory“ im Rahmen der EU-Initiative „AI Gigafactory“. Die
konkrete Ausgestaltung wird nach Gesprächen innerhalb des
entsprechenden Konsortiums festgelegt. Polarise bleibt offen für
verschiedene Konsortien und Partner und hat keine übergreifende
Exklusivvereinbarung mit einer einzelnen Partei.

Gleichzeitig bringt Polarise eigene, hochmoderne, selbst
entwickelte Standorte mit. Im Großraum Augsburg ist die KI-Fabrik von
Polarise in Amberg (Unterallgäu) für eine anfängliche Leistung von 65
MW ausgelegt, die auf 120 MW skalierbar ist. Sie soll Mitte 2027 in
Betrieb gehen und wird größtenteils mit erneuerbarer Energie vor Ort
betrieben – Solar, Wind und Batteriespeicher auf dem ehemaligen
Standort des Wertachtal-Senders. Sie baut auf dem bewährten
Realisierungsmodell des AI Hub Munich von Polarise im Münchener
Tucherpark auf, der in rund sechs Monaten vom Konzept bis zur
Inbetriebnahme umgesetzt wurde und bis zu 10.000 NVIDIA Blackwell-
GPUs beherbergt, wobei die Abwärme in das Fernwärmenetz des
benachbarten Quartiers eingespeist wird. Zusammen mit einem zweiten
Standort in München, der derzeit in Entwicklung ist, vereinen diese
Standorte die Stromverfügbarkeit, KI-Tauglichkeit und schnelle Time-
To-Market, die sie zu starken potenziellen Kandidaten für
Gigafabriken machen.

Über Polarise

Das in Deutschland gegründete Unternehmen Polarise ist einer der
wenigen europäischen Anbieter, die eine vollständig integrierte KI-
Cloud aus einer Hand anbieten. Das Unternehmen betreibt eigene,
hocheffiziente Rechenzentren – sogenannte „AI Factories“ – an
ausgewählten Standorten in Deutschland und Europa. Über seine
proprietäre KI-Cloud bietet Polarise Unternehmen und Organisationen
Zugang zu souveräner KI-Rechenleistung, beispielsweise über seine
Sovereign Managed Inference-Plattform „Drive“.

Über Ceske Radiokomunikace

Ceske Radiokomunikace a.s. (CRA) ist ein führender Anbieter
digitaler Infrastruktur. Neben Rundfunkdiensten konzentriert sich das
Unternehmen auf die Vernetzung von Fernsehen, Radio und Internet. Es
betreibt eigene Rechenzentren und stellt seinen Kunden
Hochleistungsrechner zur Verfügung. CRA verfügt über ein eigenes
optisches Backbone-Netz und kann dank seiner leistungsstarken
Rundfunkinfrastruktur sowohl drahtlose Lösungen als auch
Glasfaserverbindungen für Standorte in der näheren Umgebung anbieten.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at