Hochschule Campus Wien gewinnt mit Beton-Riesenrad die „Offene Klasse“ bei der 20. Deutschen Betonkanuregatta

Wien (OTS) – Großer Erfolg für die Hochschule Campus Wien bei der 20.
Deutschen
Betonkanuregatta, die von 19. bis 20. Juni 2026 in Brandenburg an der
Havel stattfand: Das Vienna Canucrete Team sicherte sich bei seiner
ersten Teilnahme in der Kategorie „Offene Klasse“ auf Anhieb den 1.
Platz. Mit dem Wettbewerbsbeitrag „Wiener Riesenrad“ setzte sich das
Team gegen starke Konkurrenz von europäischen Hochschulen und
Universitäten durch.

Die „Offene Klasse“ erlaubt Wasserfahrzeuge jeglicher Art, deren
Auftrieb zwingend durch Betonkörper erzeugt werden muss. Die
Hochschule Campus Wien überzeugte die Jury mit einer technisch
anspruchsvollen und detailgetreuen Nachbildung des historischen
Wiener Wahrzeichens auf schwimmender Basis modern interpretiert durch
die in Entwicklung stehende 3D-Betondrucktechnologie.

Zwtl.: Maßstabsgetreue Nachbildung des Wiener Wahrzeichens

Ausschlaggebend für den Sieg war laut Jury die außergewöhnlich
detaillierte, maßstabsgetreue und technisch hochkomplexe Umsetzung
des Wiener Riesenrades. Das Herzstück der Konstruktion bildete ein
2,45 Meter großes Riesenrad aus 3D-Betondruck mit einem Gewicht von
rund 130 Kilogramm.

Die äußeren Ringe des Rades, an denen die Waggons befestigt sind,
wurden aus stahlbewehrten 3D-Betondruckelementen gefertigt. Über
Stahlgewindestangen wurden die Ringe mit der Radnabe verbunden und
präzise verspannt. Die gesamte Konstruktion brachte rund 480
Kilogramm auf die Waage und bestand aus zwei Betonschwimmkörpern,
einer Holzplattform, den Stahlständern sowie dem Riesenrad selbst.

„Die größte Herausforderung war das gleichmäßige Spannen der
Speichen. Dabei musste verhindert werden, dass der Beton unter den
Zugkräften an kritischen Stellen reißt oder abplatzt“, so das Vienna
Canucrete Team. Aufgrund von Größe und Gewicht der Bauteile wurde das
gesamte Gefährt direkt im Wasser montiert. Besondere Aufmerksamkeit
galt dabei den hohlen, oben offenen Betonschwimmkörpern, die während
des Zusammenbaus nicht ungleichmäßig belastet werden durften, um ein
Volllaufen und Versinken zu verhindern.

Zwtl.: Innovative Vorspanntechnik im Betonkanu „LitzenFlitzer“

Auch im klassischen Betonkanu-Wettbewerb sorgte die Hochschule
Campus Wien für Aufmerksamkeit. Das diesjährige Rennkanu
„LitzenFlitzer“ wurde mit einer im Wettbewerb bislang einzigartigen
Technologie gefertigt: einer Vorspannung mittels Basaltlitzen.

Die Technik stammt ursprünglich aus dem Ingenieurbauwesen und
wird unter anderem bei großen Brückentragwerken eingesetzt. Beim
„LitzenFlitzer“ wurden die Basaltlitzen in integrierten Kanälen
verlegt, unter Zugkraft gesetzt und anschließend mit Epoxidharz
verpresst. Dadurch wird die Vorspannung dauerhaft im Bauteil fixiert.
Insgesamt wurde das Kanu mit einer Zuglast von 800 Newton
vorgespannt, die auf das Betonkanu als Druckkraft wirkt.

Der Vorteil: Durch die Vorspannung entstehen während des
Aushärtens deutlich weniger Risse, insbesondere quer zur
Vorspannrichtung. Gleichzeitig erhöht sich die Belastbarkeit des
Kanus im Einsatz auf dem Wasser.

Zwtl.: Praxisnahe Ingenieurausbildung mit Innovationskraft

Der Erfolg bei der Deutschen Betonkanuregatta unterstreicht die
hohe technische Kompetenz und Innovationskraft der Studierenden der
Hochschule Campus Wien. Die Entwicklung und Umsetzung der Projekte
vereint moderne Betontechnologien, digitale Fertigungsmethoden,
konstruktiven Ingenieurbau sowie Teamarbeit unter realen
Wettbewerbsbedingungen und wurde vom Forschungszentrum Bauen und
Gestalten der Hochschule Campus Wien wissenschaftlich begleitet .

Mit dem Sieg in der „Offenen Klasse“ und der innovativen
Weiterentwicklung des Betonkanus setzt das Vienna Canucrete Team ein
starkes Zeichen für die Zukunft des Bauingenieurwesens und den
erfolgreichen Wissenstransfer zwischen Forschung, Lehre und Praxis.

„Dass eine Idee, die vor zehn Jahren entstanden ist, heute mit einem
so engagierten und kompetenten Team zum Sieg bei der Deutschen
Betonkanuregatta führt, erfüllt mich mit großer Freude. Der erste
Platz in der Offenen Klasse zeigt eindrucksvoll, was möglich ist,
wenn Kreativität, technische Exzellenz und Teamgeist zusammenkommen“,
sagt Rektor Heimo Sandtner .

Zwtl.: Hochschule Campus Wien

Mit über 9.000 Studierenden am Campus Altes Landgut, einem
weiteren Standort und zwei Kooperationsstandorten, ist die Hochschule
Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments
Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen und
Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Sozialwissenschaften, Technik
sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot
von mehr als 70 Studienprogrammen in berufsbegleitender und Vollzeit-
Form zur Auswahl. Anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung wird
in neun fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und
Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und
Zertifikatsprogrammen deckt die Hochschule über die Campus Wien
Academy ab. Die Hochschule Campus Wien ist Gründungsmitglied im
Bündnis Nachhaltige Hochschulen.

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