Bologna-Tag 2026: Präsentation des Zwischenberichts zur „Nationalen Hochschulmobilitäts- und Internationalisierungsstrategie“ (HMIS2030)

Wien (OTS) – Beim Bologna-Tag 2026, Österreichs größter
Jahreskonferenz zur
Umsetzung des Europäischen Hochschulraumes, stand der Zwischenbericht
2025 zur Nationalen Hochschulmobilitäts- und
Internationalisierungsstrategie 2020-2030 (HMIS2030) im Mittelpunkt.
Der Zwischenbericht dokumentiert die Fortschritte, die die
österreichischen Hochschulen durch gezielte Maßnahmen bereits erzielt
haben, und zeigt zugleich noch bestehende Herausforderungen auf.
Basis sind die fünf Ziele der HMIS2030: Förderung einer umfassenden
Internationalisierungskultur, Mobilitätsförderung für alle
Hochschulangehörige, Entwicklung und Realisierung innovativer
Mobilitätsformate, effektive Kompetenzentwicklung und
institutionelles Lernen sowie Global Mindset (Österreichs Hochschulen
in der Welt).

Wissenschafts- und Forschungsministerin Eva-Maria Holzleitner
betonte im Vorfeld das Engagement der Hochschulen: „Der
Zwischenbericht zur HMIS2030 zeigt einmal mehr, dass Österreichs
Hochschulen Internationalisierung aktiv vorantreiben. Dabei geht es
nicht nur um Auslandsaufenthalte, sondern auch darum, internationale
Erfahrungen und Perspektiven für möglichst viele Studierende und
Beschäftigte zugänglich zu machen. Diesen erfolgreichen Weg wollen
wir weitergehen und gleichzeitig auf neue globale Herausforderungen
reagieren.“

Der Zwischenbericht, präsentiert von Andreas Pfaffel (WPZ
Research), zeigt, dass flexible Studienstrukturen zur Förderung
unterschiedlicher Mobilitätsformate an den Hochschulen zunehmend
verankert sind. Gleichzeitig besteht bei der Verankerung
internationaler Inhalte und interkultureller Kompetenzen in der Lehre
weiterhin Entwicklungspotenzial. Dies wäre besonders für Studierende
wichtig, die nicht ins Ausland gehen können oder wollen. Auch bei der
Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen und
Vorqualifikationen bestehen derzeit noch einige Hürden, die die
Mobilität von Studierenden erschweren, Hochschulpersonal wird
hingegen vor allem durch Zeitmangel an Mobilität gehindert. Darüber
hinaus unterstreicht der Bericht die Bedeutung einer gelebten
Willkommenskultur sowie der erfolgreichen Integration internationaler
Studierender, Lehrender und Hochschulpersonal. Besonderes Augenmerk
gilt dabei internationalen Studierenden, die ihr gesamtes Studium in
Österreich absolvieren und vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels
möglicherweise für den heimischen Arbeitsmarkt gewonnen werden
könnten. Diese Themenstellungen wurden am Bologna-Tag in
Diskussionsforen vertieft.

Die abschließende Keynote von Anja Cziommer und Kerstin Vogelsang
(TU Braunschweig) zeigte anhand von Praxisbeispielen, wie
internationale Studierende erfolgreich begleitet und unterstützt
werden können.

OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice unterstreicht die Rolle des
OeAD in der Umsetzung der HMIS2030: „Sowohl nationale Stipendien und
Projektförderungen als auch die Angebote des europäischen Programms
Erasmus+ bieten Hochschulen finanzielle Unterstützung ihrer
Internationalisierungsbestrebungen. Bei Veranstaltungen wie dem
Bologna-Tag, Vernetzungsangeboten und Fachworkshops erhalten
Hochschulangehörige darüber hinaus Information und Weiterbildung, um
in ihrer täglichen Arbeit erfolgreich und zielgerichtet
Internationalisierung voranzutreiben.“

Der Zwischenbericht 2025 zur HMIS2030 ist auf der Webseite des
BMFWF zum Download verfügbar.

Die Online-Plattform www.hmis2030.at bietet zahlreiche Beispiele
guter Praxis zur Umsetzung der HMIS2030.

Die Dokumentation des Bologna-Tags 2026 wird in Kürze auf der
Website des OeAD auf www.oead.at veröffentlicht.