Wien (OTS) – 3,3 Prozent lautet die Schnellschätzung der Statistik
Austria für die
Inflationsrate im April. „Das ist geringfügig höher als im März,
verantwortlich sind die aufgrund des Iran-Krieges gestiegenen
Treibstoff- und Heizölpreise. Allerdings wäre die Teuerung ohne
Spritpreisbremse höher ausgefallen. Man sieht: die Maßnahme wirkt.
Sie muss daher unbedingt verlängert werden“, fordert AK Chefökonom
Matthias Schnetzer.
Zusätzlich zu den Treibstoff- und Heizölpreisen ziehen auch die
Lebensmittelpreise wieder an. „Das belastet vor allem Menschen mit
geringem Einkommen, insbesondere arbeitslose Menschen und
Alleinerzieher:innen. Und dass die Situation in Österreich jetzt
schon dramatisch ist, zeigen die aktuellen neuen Armutszahlen, denn
knapp 19 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind armuts- oder
ausgrenzungsgefährdet“, weist der AK Chefökonom auf die prekäre Lage
hin.
Umso wichtiger ist es nun, preisdämpfende Mittel wie die
Spritpreisbremse fortzusetzen. Denn ohne sie bzw. ohne
stromkostensenkende Maßnahmen wäre die Teuerung im April höher
ausgefallen. Schnetzer dazu: „Die Mineralölindustrie ist von der
Spritpreisbremse nicht bedroht. Denn die heute vorgelegten Zahlen der
OMV zum 1. Quartal zeigen, dass die Gewinne im Bereich Raffinerien
und Tankstellen weiterhin hoch sind.“ Die AK fordert daher konkret:
+ Eine Verlängerung der Spritpreisbremse – zumal der Rohölpreis
aktuell auf dem höchsten Stand seit 2022 liegt und auch die E-Control
die Wirkung der Maßnahme bestätigt hat.
+ Aufrechterhalten des tagesaktuellen Monitorings durch die E-
Control – zumindest, solange die Krise anhält. Nur so kann
sichergestellt werden, dass die Bindung der Endkund:innenpreise an
die Großhandelspreise auch tatsächlich eingehalten wird.
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