Wien (OTS) – In Österreich zeigen sich bei bestimmten
Infektionskrankheiten nach
wie vor die Folgen von Impflücken und nachlassender Impfbereitschaft.
ObwohlImpfstoffe sicher und breit verfügbar sind, werden
Auffrischungen und Routineimpfungen immer wieder vernachlässigt.
Dadurch treten bereits zurückgedrängte Infektionskrankheiten wieder
verstärkt auf – mit Auswirkungen auf die gesamte Bevölkerung und das
Gesundheitssystem.
Anlässlich der World Immunization Week (24. bis 30. April) betont
Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG: „Impfungen zählen zu
den wirksamsten Präventionsmaßnahmen, die wir haben. Sie begleiten
uns durch alle Lebensphasen – vom Kindes- bis ins hohe Alter. Umso
wichtiger ist es, den eigenen Impfstatus regelmäßig zu überprüfen und
empfohlene Auffrischungen wahrzunehmen.“
Österreich hat den Eliminationsstatus für Masern verloren. Die
Erkrankung gilt laut WHO wieder als „re-established“. Hauptursache
dafür sind bestehende Impflücken und zu niedrige Durchimpfungsraten.
Zwar ist die Masern-Impfung als Kombinationsimpfung gegen Masern,
Mumps und Röteln (MMR) Teil des kostenfreien Impfprogramms, dennoch
wird das Ziel von 95% Durchimpfung mit zwei Dosen in den meisten
Altersgruppen weiterhin nicht erreicht.
Eine jährliche Auswertung der Technischen Universität Wien im
Auftrag des Gesundheitsministeriums zeigt besonders deutliche
Impflücken bei den Jahrgängen 2019 und 2020, die während der COVID-19
-Pandemie weniger Kontakt zu Gesundheitseinrichtungen hatten. Viele
Kinder dieser Altersgruppen kommen nun in den Kindergarten oder in
die Schule, ein Zeitpunkt, an dem ein vollständiger Impfschutz
besonders wichtig wäre.
Impfungen schützen nicht nur die einzelne Person, sondern tragen
auch dazu bei, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten einzudämmen,
das Gesundheitssystem zu entlasten und wirtschaftliche Folgekosten zu
reduzieren. „Jede vermeidbare Erkrankung ist eine zu viel. Umso
besorgniserregender ist es, dass trotz verfügbarer, gut verträglicher
und sicherer Impfstoffe viele Menschen ungeimpft bleiben und diesen
Schutz nicht in Anspruch nehmen“, so Herzog.
Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand April 2026), die den
Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre
Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit
mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und
Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

