Wien (OTS) – Nach einer Serie aktueller Gewaltverbrechen – darunter
zuletzt der
schockierende Fall eines sechsjährigen Mädchens, das von einem Syrer
in eine Wohnung gelockt und vergewaltigt wurde – warnt die FPÖ vor
einer dramatischen Sicherheitssituation in Wien. „Die aktuellen Fälle
sind ein erschütterndes Symptom einer völlig außer Kontrolle
geratenen Sicherheitslage“, stellte der Wiener FPÖ-
Sicherheitssprecher Stadtrat Stefan Berger heute bei einer
Pressekonferenz gemeinsam mit dem AUF-Polizei-Vorsitzenden NAbg.
Reinhold Maier klar.
„Wenn wir solche Taten in unserer Stadt erleben, dann kann
niemand mehr ernsthaft behaupten, Wien sei noch die sichere Stadt,
als die sie jahrelang verkauft wurde“, so Berger. Neben diesem
besonders erschütternden Fall verwies er auf eine Vielzahl weiterer
aktueller Straftaten – von sexuellen Übergriffen im öffentlichen
Verkehr über brutale Raubüberfälle bis hin zu Jugendbanden, die ganze
Garagenanlagen verwüsten. „Das ergibt ein klares Gesamtbild: Wien
rutscht in einen Sicherheitsnotstand.“
Besonders alarmierend sei die Entwicklung bei der
Jugendkriminalität, die sich seit 2021 mehr als verdoppelt habe.
Gleichzeitig gebe es massive Zuwächse bei bestimmten Tätergruppen,
etwa einen Anstieg von rund 25 Prozent bei syrischen Tatverdächtigen
innerhalb eines Jahres. Auch die Gewalt eskaliere zunehmend: „Rund
1.000 Messerattacken pro Jahr bedeuten zwei bis drei Angriffe täglich
– also etwa alle acht Stunden“, warnte Berger.
Die Folgen seien in vielen Wiener Grätzeln längst sichtbar. Ob
Yppenplatz, Keplerplatz oder rund um das Suchtzentrum Jedmayer –
offener Drogenhandel, Gewalt und Verwahrlosung würden zunehmend das
Stadtbild prägen. „Während die Menschen diese Entwicklung tagtäglich
erleben, reagiert die Politik mit Ankündigungen und Inszenierungen
statt mit echten Maßnahmen“, kritisierte Berger scharf die
Untätigkeit von SPÖ-Bürgermeister Ludwig und ÖVP-Innenminister
Karner.
Den entscheidenden Hintergrund für diese Entwicklung lieferte
NAbg. Reinhold Maier mit aktuellen Zahlen aus einer parlamentarischen
Anfrage, die ein dramatisches Bild der Personalsituation bei der
Wiener Polizei zeichnen. „Unsere Polizisten leisten hervorragende
Arbeit, aber sie werden vom ÖVP-Innenminister im Stich gelassen“,
betonte Maier.
So zeigen die offiziellen Daten des Innenministeriums, dass Wien
im Jahr 2025 tatsächlich über 390 Polizisten weniger zur Verfügung
hatte. Gleichzeitig kam es zu massiven personellen Abflüssen: 412
Beamte verließen freiwillig den Dienst, 44 wurden in andere
Bundesländer versetzt und zahlreiche weitere ins Innenministerium
abgezogen oder dienstzugeteilt. „Diese Kräfte fehlen tagtäglich auf
Wiens Straßen“, so Maier.
Besonders scharf kritisierte Maier die Darstellung von ÖVP-
Innenminister Karner: „Von einem Personalzuwachs zu sprechen, ist ein
bewusstes Täuschungsmanöver. Es werden nur Neuaufnahmen den
Pensionierungen gegenübergestellt, während Kündigungen, Versetzungen
und interne Abzüge einfach ausgeblendet werden.“
Gleichzeitig werde bei der Polizei massiv gespart. Statt der
geplanten 2.500 Neuaufnahmen bundesweit wurden 2025 nur 1.422
tatsächlich umgesetzt, in Wien lediglich 775. Zudem wurden Streifen
reduziert, Inspektionen eingeschränkt geöffnet und Krankenstände
nicht nachbesetzt. „Das ist ein sicherheitspolitischer Blindflug auf
Kosten der Bevölkerung und der Polizisten“, warnte Maier.
Berger und Maier sehen darin eine brandgefährliche Entwicklung:
„Weniger Polizisten treffen auf mehr Kriminalität – das ist die
Realität in Wien“, so Berger.
Die FPÖ fordert daher ein ehrliches Bekenntnis zur Polizei, eine
echte und nachhaltige Personaloffensive, ein Ende der geschönten
Zahlen sowie eine Stärkung der Polizeipräsenz auf Wiens Straßen. Auch
das geplante neue Dienstzeitmodell müsse gestoppt werden, da es die
Situation weiter verschärfen würde.
„Sicherheit ist kein PR-Thema, sondern ein Grundrecht der Wiener
Bevölkerung. Wien braucht endlich wieder echte Sicherheitspolitik
statt Schönfärberei“, bekräftigten Berger und Maier.

