Frühjahrsrunde: Lohn- und Gehaltsverhandlungen für rund 130.000 Industrie-Beschäftigte starten

Wien. (OTS) – Diese Woche starten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA
in die
Frühjahrsrunde für einige der größten und wichtigsten
Industriebranchen des Landes. Insgesamt sind rund 130.000
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Chemischen Industrie, in
der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI), im Glasindustriesektor,
in der Papierindustrie und in der Textilindustrie beschäftigt. Diese
Branchen erzielen einen jährlichen Umsatz von mehr als 50 Milliarden
Euro. Das sind rund 25 Prozent des Produktionswertes der gesamten
heimischen Industrie (ohne Bauindustrie).

„Der Fokus bei den Kollektivertragsverhandlungen liegt beim Geld.
Es geht vor allem um dauerhafte Lohn- und Gehaltserhöhungen. Denn die
Inflationsbelastung geht zwar zurück, aber nach wie vor ist die
Stärkung der Kaufkraft wichtig – vor allem für niedrige Einkommen,
die besonders stark unter der hohen Teuerung der letzten Jahre
leiden“, betonen PRO-GE-Bundesvorsitzender Reinhold Binder und GPA-
Bundesgeschäftsführer Mario Ferrari.

Die Industrie-Konjunktur helle sich zudem auf, bereits jetzt gebe
es in einzelnen Bereichen sehr erfreuliche Ergebnisse, die unter
anderem mit hoher Auslastung, Investitionen und Kapazitätsausbau
sowie mit vollen Auftragsbüchern einher gehen. „Es geht aufwärts. Das
bestätigen die Zahlen. Sie sind spürbar besser und deutlich
erfreulicher als die ständigen Stimmungsumfragen suggerieren “, sagen
Binder und Ferrari.

Die beiden Gewerkschafter erwarten im heurigen KV-Frühling sehr
intensive Verhandlungen. Möglichen Nulllohnrunden-Fantasien erteilen
die Gewerkschaften bereits jetzt eine klare Absage. „Es geht um
Wertschätzung der Leistungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Daher Ja zu Kollektivvertragsverhandlungen auf Augenhöhe. Aber ein
klares Nein zu respektlosen Nulllohnrunden-Forderungen“, so Binder
und Ferrari.

Die ersten KV-Verhandlungsrunden im Überblick:

Elektro- & Elektronikindustrie (rund 60.000 Beschäftigte)
5. März: 1. Verhandlung
9. April: 2. Verhandlung
Gültigkeitstermin für den neuen Kollektivertrag: 1. Mai 2026

Textilindustrie (rund 7.500 Beschäftigte)
11. März: 1. Verhandlung
23. März: 2. Verhandlung
Gültigkeitstermin für den neuen Kollektivertrag: 1. April 2026

Chemische Industrie (rund 50.000 Beschäftigte)
24. März: 1. Verhandlung
9. April: 2. Verhandlung
Gültigkeitstermin für den neuen Kollektivertrag: 1. Mai 2026

Papierindustrie (rund 8.000 Beschäftigte)
9. April: 1. Verhandlung
14. April: 2. Verhandlung
Gültigkeitstermin für den neuen Kollektivertrag: 1. Mai 2026

Glasindustrie (rund 6.800 Beschäftigte)
12. Mai: 1. Verhandlung
1. Juni: 2. Verhandlung
Gültigkeitstermin für den neuen Kollektivertrag: 1. Juni 2026

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