Neßler/Grüne: Regierung gibt sich auch bei Social-Media-Altersgrenze als Ankündigungsweltmeister

Wien (OTS) – „Seit Monaten ist für uns Grüne klar: Es braucht ein
Mindestalter für
Social-Media. Viele Jugendliche sehen das selbst so. Ein Antrag von
uns Grünen dazu liegt seit letztem April im Parlament. Doch die
Regierung gibt sich auch hier als Ankündigungsweltmeister: Zuerst
große Töne spucken, dann aber nichts liefern“, sagt Barbara Neßler,
Jugend- und Familiensprecherin der Grünen.

Kinder sind heutzutage stundenlang auf Social-Media unterwegs.
Deshalb fordert Neßler: „Auf unsere Kinder prasseln über Social-Media
ständig Krieg, Hass, Gewalt, Frauenfeindlichkeit, Bodyshaming und
Verschwörungstheorien ein. Dinge, die wir auf keinem Pausenhof und in
keiner Schule akzeptieren würden, passieren online unbegrenzt und oft
ohne Widerspruch. Eltern dürfen nicht mit diesem Problem allein
gelassen werden. Kinder brauchen Schutz – und dazu gehört auch eine
klare Altersgrenze. Beim Glücksspiel und Tabak- und Alkoholkonsum
sowie in vielen anderen Bereichen ist das aus gutem Grund längst
selbstverständlich“, fordert Neßler.

Die Grünen setzen sich für verpflichtende Alterskontrollen ein
und verlangen klare Strafen für Plattformen, die sich nicht daran
halten. „Die großen Tech-Konzerne verdienen Milliarden mit
problematischen Inhalten, sie sollen auch Verantwortung übernehmen:
für den Druck, den sie erzeugen, und für die Schäden, die sie
hinterlassen“, untermauert Neßler den akuten Handlungsbedarf.

„Wir brauchen nicht nur eine Altersgrenze, sondern echte
Aufklärung: Kinder und Jugendliche müssen den verantwortungsvollen
Umgang mit Social-Media in der Schule lernen. Damit junge Menschen
die Mechanismen hinter Algorithmen, Desinformation und Online-Druck
verstehen und sich sicher in der digitalen Welt bewegen können“, hält
Neßler abschließend fest.

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