So versichert man das Eigenheim richtig gegen Schäden durch Naturgefahren

Wien (OTS) – Naturkatastrophen bringen jedes Jahr viele Haushalte in
finanzielle
Schieflage, da sie nicht ausreichend versichert sind. Dahinter
stecken oft niedrige Deckungssummen, kein abgeschlossener
“erweiterter Schutz” oder das Wohnen in Hochrisikozonen. durchblicker
rät angesichts der vielen Unterschiede zur regelmäßigen Überprüfung
der Polizze – und gegebenenfalls zum Anbieterwechsel.

Die Sommermonate sind in Österreich immer mehr von
Extremwetterereignissen und Naturkatastrophen geprägt – ob
Überschwemmungen, Hagel, Murenabgänge, Felsstürze oder Waldbrände.
Haushalte in ganz Österreich sind massiv davon betroffen und haben
mit teils schweren finanziellen Auswirkungen zu kämpfen.
Österreicher:innen sind gegen Schäden am Eigenheim durch
Naturgefahren nämlich deutlich unterversichert. Zu diesem Schluss
kommt eine aktuelle Analyse der Produkte von 19
Versicherungsanbietern von durchblicker, Österreichs größtem
Wechselportal. Worauf muss man bei der Haushalts- und
Eigenheimversicherung achten? Kann man sich überhaupt “ausreichend”
schützen? Wie viel kostet das? durchblicker hat die Antworten auf
diese Fragen.

Martin Spona, CEO von durchblicker: “Die Unterversicherung hat
mehrere Gründe: Zum einen sind die Deckungssummen der
Versicherungsanbieter sehr niedrig. So sind Schäden z.B. durch
Überschwemmungen meist nur mit einer Summe von 3.000 bis 10.000 Euro
geschützt. Dazu kommt, dass die wenigsten Österreicher:innen einen
‘erweiterten Naturkatastrophen-Schutz’ bei der Versicherung
mitabschließen”.

Zwtl.: Deckungssummen decken keinen „Totalschaden“

Wenn es darum geht, den Haushalt oder das Gebäude gegen extreme
Wetterereignisse und Naturkatastrophen zu schützen, muss man zunächst
einmal wissen, dass es eine Unterscheidung zwischen “nicht
außergewöhnlichen Naturgefahren” – etwa Sturm, Hagel oder Erdrutsch –
und “außergewöhnlichen Naturkatastrophen”, u.a. Hochwasser,
Überschwemmung, Muren oder Lawinen gibt. Erstere sind in der
Eigenheim- oder Haushaltsversicherung meistens standardmäßig
mitversichert. Anders verhält es sich bei letzteren: Der
Versicherungsschutz bei außergewöhnlichen Naturkatastrophen ist nicht
Standard bei allen Polizzen und wenn doch, dann nur in der Basis-
Variante. Unter gewissen Voraussetzungen lässt sich der Schutz aber
auch erweitern und die Versicherungssumme dadurch erhöhen.

Laut durchblicker-Analyse ist das Interesse an der Erweiterung
aber überschaubar – nur jede:r Vierte wählt den erweiterten Schutz
bei der Eigenheimversicherung. Dabei unterscheidet sich die
Deckungssumme bei der Wahl des Versicherungsschutzes signifikant:
Beim Basisschutz liegt diese bei Standardverträgen zwischen 3.000 und
7.500 Euro. Beim erweiterten Schutz liegen die
Höchstentschädigungsgrenzen deutlich höher, nämlich bei
durchschnittlich 20.000 bis 30.000 Euro. Bei einigen wenigen
Anbietern sind höhere Versicherungssummen möglich. „Je höher die
Deckungssumme, desto höher ist natürlich die Prämie. Was viele
zusätzlich unterschätzen ist die Tatsache, dass selbst die
Höchstgrenze einen Totalschaden, sei es etwa, wenn durch eine starke
Vermurung das Haus nicht mehr bewohnbar ist, nicht abdeckt“, so
Spona.

Zwtl.: Hochrisikozonen und Kündigung im Schadensfall

Problematisch wird es auch, wenn man in einer Risikozone wohnt –
etwa in einer der drei Hochwasser-Risikozonen nach HORA. Das Risiko
für Hochwassergefährdung ist in drei Kategorien gestaffelt und gibt
die Wahrscheinlichkeit an, von einem Hochwasser betroffen zu sein:
HQ30, HQ100 und HQ300.

Wer bereits einmal einen Schaden erlitten hat, hat es beim
Versichern doppelt schwierig: Die Versicherung kann den Versicherten
nach einem Schadensfall den Vertrag kündigen, eine Weitervermittlung
an eine neue Versicherung kann dann schwierig sein. Auch wenn die
Versicherung nach einem Schadenfall nicht kündigt – es ist damit zu
rechnen, dass die Prämie steigt oder der Selbstbehalt angehoben wird.
Beim Neuabschluss gelten zudem oft Wartefristen für den Baustein
„außergewöhnliche Naturereignisse“.

Zwtl.: Große Prämien- und Deckungsunterschiede

Die Prämien für Haushalts- und Eigenheimversicherungen variieren
je nach Bausteinen, Deckungssumme und Risikozone stark. So liegen die
Prämien für Haushalte in einer nicht-hochwassergefährdeten Wohnung im
steirischen Deutschfeistritz zwischen 100 und 187 Euro (Standard-
Schutz) bzw. zwischen 148 und 250 Euro (erweiterter Schutz). In einer
Wohnung im selben Ort, aber in der Risikozone HQ30, gibt es nun
erstmals wieder zwei Anbieter, die außergewöhnliche Naturereignisse
mit erweitertem Schutz versichern. Nachdem viele Haushalte in der
Zone HQ30 zwischenzeitlich gar nicht mehr mit erweitertem Schutz
versichert wurden, liegen die Prämien jetzt bei 148 bzw. 220 Euro.
Ähnlich ist es bei der Eigenheimversicherung: In Deutschfeistritz
werden für das Eigenheim beispielhaft zwischen 570 und 1.389 Euro (
Standard-Schutz) bzw. 1.074 bis 1.566 Euro (erweiterter Schutz)
fällig. Auch in der Risikozone HQ30 gibt es jetzt wieder einen
Anbieter, der eine Versicherung mit erweitertem Schutz anbietet – zu
einer Jahresprämie in der Höhe von 1.495 Euro.

“Generell raten wir allen Wohnungs- und Hausbesitzer:innen, genau
zu evaluieren, ob der Basisschutz ausreicht, oder der erweiterte
Schutz Sinn macht. Wer Preise vergleicht und auch für einem
Anbieterwechsel offen ist, zahlt mitunter nur minimal mehr dafür. Um
Verbraucher:innen bestmöglich vor Unterversicherung zu schützen,
zeigen wir in unserem Vergleichsrechner für Haushalts- oder
Eigenheimversicherungen bereits automatisch nur mehr die Angebote mit
Basis-Deckung bei Naturkatastrophen an”, so Spona abschließend.

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